18/08 2016:
Haus & Grund Bad Lauterberg führte Stammtisch in der Waldgaststätte Bismarkturm durch



Eike Röger bei der Begrüßung


Den fachlichen Vortrag im offiziellen Teil der Veranstaltung bestritt Andreas Körner



Den Informationen über die geplante Mietrechtsänderung  und zur aktuellen Rechtsprechung schloss ein gemütliches Beisammensein mit Salat-und Grillbüffet an

 

(bj) Einmal jährlich treffen sich die  Mitglieder von Haus & Grund Bad Lauterberg zum Stammtisch in der Waldgaststätte Bismarkturm. Obwohl es diesmal den ganzen Tag über anhaltend regnete, kamen mehr als 50 Vereinsmitglieder zu der beliebten Veranstaltung hoch über den Dächern der Stadt.

 

Den fachlichen Vortrag im offiziellen Teil der Veranstaltung bestritt dabei wie gewohnt der Vereinsjustiziar Fachanwalt für Miet-und Wohnungseigentumsrecht Andreas Körner. Die geplante „Mietrechtsänderung 2016“ und die „aktuelle Rechtsprechung“ waren Themen über die er referierte. Im Anschluss daran grillte der Wirt und die Mitglieder von Haus & Grund konnten sich nach Herzenswunsch an dem umfangreichen Grill-und Salatbüffet bedienen.

 

Bereits seit April diesen Jahres, so Vereinsjustiziar Andreas Körner, liegt der Referentenentwurf des „Gesetz zur weiteren Novellierung mietrechtlicher Vorschriften (2. MietNovG)“ vor. Dieses ist für Vermieter kein Anlass zur Freude, denn es wird einschneidende finanzielle Veränderungen mit sich bringen. Künftig, so sieht es der Entwurf vor, soll kraft Gesetzes immer die tatsächliche Wohnfläche für Mieterhöhungen und Betriebskostenabrechnungen maßgeblich sein und nicht die im Mietvertrag vereinbarte. Auch soll eine Mietminderung wegen einer Wohnflächenabweichung unter 10 Prozent möglich sein, allerdings nur, wenn der Mieter beweisen kann, dass ihn die geringere Fläche in seinem Mietgebrauch einschränkt.

 

Geplant ist zudem, die Umlage von Modernisierungskosten bei einer Modernisierungserhöhung von bisher 11 Prozent jährlich auf 8 Prozent abzusenken. Gleichzeitig soll die Modernisierungsmieterhöhung auf maximal 3 Euro pro Quadratmeter innerhalb von acht Jahren begrenzt werden. Bei einer Modernisierungserhöhung kann sich der Mieter künftig auch auf eine „finanzielle Härte“ berufen, wenn die Miete inklusiv Heizkosten nach der Mieterhöhung 40 Prozent des Nettoeinkommens des Mieterhaushaltes ausmacht. Als neuer Modernisierungstatbestand soll künftig auch der altersgerechte Umbau der Wohnung eingeführt werden. Eine gute Nachricht, so Körner abschließend zu diesem Thema ist, dass entgegen der ursprünglich geplanten Mietrechtsänderung, der Vermieter die Modernisierungskosten auch weiterhin über die Amortisation hinaus auf die Mieter umlegen kann.

 

Laut Urteil des Landgerichts Berlin vom Februar 2016, so der Fachanwalt in seinen Ausführungen zur neuesten Rechtsprechung, entbindet eine anfängliche Renovierung von laufenden Schönheitsreparaturen. Setzt der Mieter bei Mietbeginn die Wohnung selbst instand und erhält dafür eine geringe Vergütung (hier 200 DM) hat er keine renovierte Wohnung übergeben bekommen. Er kann damit nicht per allgemeiner Geschäftsbedingung verpflichtet werden, die Kosten für laufende Schönheitsreparaturen zu tragen. Dies ist nur rechtlich möglich, wenn eine „angemessene“ Gegenleistung erfolgt. Nächtliche Schreie bedingt durch eine psychische Erkrankung, so stellte das LG  Frankfurt/Main im Dezember 2015 fest, können ein Kündigungsgrund sein. Obwohl im nachbarlichen Zusammenleben mit kranken Menschen ein erhöhtes Maß an Toleranz gefordert ist, kann die Kündigung des seit 45 Jahren bestehenden Mietvertrages gegenüber einer 88 jährigen behinderten Mieterin gerechtfertigt sein. Das Anbringen einer Kameraatrappe im Hausflur, so das LG Berlin, ist unzulässig, da der Mieter dem gleichen Überwachungsdruck ausgesetzt ist, wie bei einer echten Kamera. Eine Videoüberwachung, so stellte das AG Brandenburg im Januar 2016 fest, ist ausschließlich nur für das eigene Grundstück zulässig. Werden auch Bereiche des benachbarten Grundstück erfasst, die für Dritte zugänglich sind, so der Haus & Grund-Vereinsjustiziar Andreas Körner abschließend, so ist die Videoüberwachung unzulässig, so auch die hiesige Rechtsprechung des LG Göttingen und OLG Braunschweig.  

 

Text und Fotos: Bernd Jackisch (Pressesprecher Haus & Grund Bad Lauterberg)




16/08 2016:
Gute Stimmung beim Dammwiesenfest der SPD



(stehend v. l.) Karl Heinz Hausmann (MdL), Vorsitzender Uwe Speit und Kreistagsabgeordnete Barbara Rien



Göttingens Landrat Bernhard Reuter im Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern.


Bernhard Reuter und Uwe Speit.

Bernhard Reuter und Karl Heinz Hausmann zu Gast – Die Wahl im September klar im Blick 

 

(V)  Die SPD hat am Sonnabend ihr traditionelles Dammwiesenfest gefeiert. Dabei sorgte das sonnige Wetter für gute Stimmung auf dem Spielplatz Dammwiese. Der Kaffee zum selbstgebackenen Kuchen und das Gegrillte zum kalten Getränk förderten die Gespräche, wobei die anstehende Kommunalwahl oft im Mittelpunkt stand.

 

In seinem Grußwort drückte der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende Karl Heinz Hausmann (MdL) die Hoffnung aus, dass die Wählerinnen und Wähler am 11. September „die sehr gute Arbeit der SPD“ honorieren werden und die sozialdemokratischen Kandidaten in den Stadtrat und in den Kreistag wählten. Er erinnerte daran, dass am gleichen Tag auch der Landrat gewählt wird. Bernhard Reuter habe es geschafft, innerhalb kurzer Zeit „die Kassen in Göttingen in Ordnung zu bringen“ und ab 2017 einen ausgeglichenen Haushalt in Aussicht zu stellen. Dann könne man wieder mehr Investierung und tatsächlich wieder politisch gestalten.

 

Der Göttinger Landrat selbst, der etwas später eintraf, verwies auf die wirtschaftliche Stärke des Landkreises Göttingen. Im Jahr 2013 habe ein renommiertes Schweizer Institut den Landkreis auf Platz 163 von 402 Landkreisen in Deutschland eingestuft, in diesem Jahr sei es schon Platz 79 geworden. „Wir gehören zu den Aufsteigern unter den Landkreisen, und bald gehört Bad Lauterberg dazu“, sagte Reuter. Die Stadt werde nach der Zusammenlegung der Landkreise Osterode und Göttingen mehr Geld in der Kasse haben, weil sie jährlich mindestens 300 000 Euro weniger als Kreisumlage zu zahlen habe. Mit diesem Geld könne Bad Lauterberg „viele gute Sachen“ gestalten.

 

Weiter wies Reuter darauf hin, dass bis zum Jahr 2018 alle Haushalte ein schnelles Internet erhalten könnten. Davon würden Betriebe und Privathaushalte gleichermaßen profitieren. Es werde auch den Wert von Wohnungen erhöhen, sagte er. Außerdem wies er darauf hin, dass im kommenden Jahr eine Fahrkarte für Bus oder Bahn von Bad Lauterberg nach Göttingen nur fünf Euro kosten solle. Das werde man mit einer Tarifreform und einem Landeszuschuss von einer Million Euro umsetzen. Der Landkreis werde eine weitere Million Euro dafür bereitstellen. Bisher koste eine einfache Fahrkarte rund 12 Euro.




12/08 2016:
„Warum nicht mal einen Gottesdienst im Wohnzimmer veranstalten?“



Pastor Alexander Lücke wohnt zurzeit in der Kurpredigerwohnung in Bad Lauterberg und lädt gerne zu einem Kaffee oder Tee ein

Mareike Spillner für den Kirchenkreis Harzer Land

 

Küche und Wohnzimmer in einem, dafür mit Blick auf die Kirche. In der Nische noch eine kleine Sitzecke. Nebenan das Schlafzimmer mit Bett und Schrank – mehr passt nicht rein – und angrenzend ein Duschbad. Das ist sie, die Kurpredigerwohnung im Gemeindehaus in Bad Lauterberg. Etwas in die Jahre gekommen, aber irgendwie auch gemütlich. Das findet auch Pastor Alexander Lücke, der die kleine Wohnung im Stadtzentrum Anfang Juni vorübergehend bezogen hat.

 

Sein Aufgabenbereich umfasst die Kasualvertretung und Gottesdienste in Bad Lauterberg, Barbis, Bartolfelde, Osterhagen und Steina. Kennengelernt hat der 42-Jährige, der zehn Jahre als Pastor in Norwegen tätig war, inzwischen bereits alle fünf Gemeinden. „Mir sind ganz tolle Menschen begegnet: Offen, neugierig und immer für ein Schwätzchen zu haben.“ Genau wie er selbst. Deshalb lädt der gebürtige Westfale auch gerne zu Kaffee, Tee oder Wasser in die Kurpredigerwohnung ein. Um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen. „Offene Häuser und Türen sind in Norwegen selbstverständlich – das habe ich hierher mitgenommen“, sagt der Pastor, der in seiner Freizeit gerne joggt und Klarinette spielt, lächelnd.

 

Seine Tage in Bad Lauterberg sehen ganz unterschiedlich aus: „Manchmal habe ich keine Termine, dann bin ich wieder von um 10 bis abends unterwegs. Man kann sich Freiräume schaffen, das ist das Tolle an diesem Beruf.“ Und wenn es mal stressig war, trainiert Alexander Lücke für sein großes Ziel: 2017 seinen nächsten Marathon zu laufen. Zwei hat er schon geschafft. „Das war eine unglaubliche Erfahrung! Die liegt allerdings schon einige Jahre zurück“, erzählt der Pastor schmunzelnd.

 

Zu seinen Aufgaben gehören Trauergespräche, Beisetzungen, Jubelhochzeiten und Trauungen – auch einen Gottesdienst im Seniorenheim habe er schon begleitet. „Die Begegnungen hier waren wirklich schön und die Kollegen sind sehr nett. Auch im Supermarkt bin ich schon angesprochen worden.“ Auch hier habe er eine Einladung zum Tee ausgesprochen. Denn: „Es ist die Begegnung mit den Menschen, die ich wertschätze. Die Seelsorge.

 

Und warum nicht mal einen Gottesdienst im Wohnzimmer veranstalten?“, stellt er die Frage in den Raum. In Norwegen sei dies im Winter völlig normal, da es sich nicht lohne, für eine Handvoll Gottesdienstbesucher die Kirche zu heizen. Sowieso sieht Alexander Lücke die Kirche im Wandel.

 

„Wichtig ist, dass das Wort Gottes verkündigt wird“, ist er der Meinung – aber der Wochentag, Ort und Uhrzeit sind vielleicht flexibler zu gestalten, als noch vor einigen Jahren. „Heute treten wir in Konkurrenz mit dem Internet, mit Pokémon Go und einer Vielzahl von Sportmöglichkeiten. Es wird neue Wege geben“, ist sich Lücke sicher. Vielleicht lässt sich ja doch noch eine Gemeinde auf das Wohnzimmer-Experiment ein. Und dann sieht man weiter...




11/08 2016:
Landesforsten entwickeln Lebensräume und pflegen Naturschutzgebiete im Südharz



Carex paniculata wird von Weidengebüschen ausgedunkelt
Foto: V

Forstamt Lauterberg investiert in geschützte Wiesenlandschaft zwischen Walkenried und Bad Sachsa

 

(v) Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg pflegt seine Naturschutzgebiete bei den Rosenteichen und auf den Hirseteichwiesen. Bäume und Sträucher sollen zugunsten von Wiesengräsern und Blütenpflanzen zurückgedrängt werden. Ziel ist es, die Pfeifengraswiese und die Seggenbulten vor dem Ausdunkeln und Überwachsen durch Gehölze zu schützen und durch regelmäßige Pflege den Lebensraum zu entwickeln. Die Wiesenlandschaften bei Walkenried sind nach europäischem Naturschutzrecht geschützt und beheimaten seltene Pflanzen- und Tierarten.

 

Revierförster Andreas Quandt und Naturschutzförster Roland Steffens wollen Mitte August mit den Arbeiten beginnen. Zuerst lassen sie Hybrid-Pappel fällen, die in der Nähe der Rosenteiche in einer langen Reihe gepflanzt wurden. Auf der Wiese selber müssen diejenigen Gehölze weichen, die die Pfeifengraswiese überwachsen. Nur einige ältere Erlen bleiben aus Schutzgründen auf der Fläche, die als Nasswiese anschließend bewirtschaftet wird. Das Forstamt lässt die Wiese künftig regelmäßig beweiden. Dieses Vorgehen hatten Forstleute mit den Naturschützern vom Landkreis Osterode ausgearbeitet. Langfristig kann so der typische Charakter der Pfeifengraswiese aufgewertet werden und erhalten bleiben. Mehrfach mussten die Pflegearbeiten in den vergangen Jahren verschoben werden, da die milden Winter ohne Frost kein Befahren der Nasswiesen zuließen. Jetzt setzt Förster Quandt auf die trockene Sommerphase für das Fällen der hohen Pappeln.

 

Die Hirseteichwiesen sind ein rund sieben Hektar großer Komplex aus Nasswiesen, Großseggenrieden und mesophilem Grünland. Sie gehören zum Einzugsgebiet der Walkenrieder Klosterteiche und speisen diese über ein altes Grabensystem. Zahlreiche Weidengebüsche und Gehölzgruppen zergliedern derzeit den Wiesenkomplex. Die Pflege will den Lebensraum wieder offener gestalten und Wald und Sträucher zurückdrängen. „Wir werden den Waldrand auf seine historischen Grenzen zurücknehmen. Im Gelände kann man diese alten Grenzverläufe noch an Gräben erkennen“, weiß Roland Steffens, Förster für Naturschutz und Waldökologie aus dem Forstamt Clausthal. Steffens verweist auf eine Besonderheit der Hirseteichwiesen: „Hier wachsen noch die seltenen Seggenbulten. Die Rispensegge (Carex paniculata) bildet bis zu einen Meter hohe Bulten, die nur noch selten in Niedersachsen auftreten“, so Steffens. Vom Rand wachsen Weidenbüsche und andere Gehölze in die Wiese ein und dunkeln die Rispenseggen aus. Die noch vorhandenen Bulten sollen in den kommenden Wochen behutsam freigeschnitten werden, so sieht es das gemeinsame Pflegekonzept von Landkreis und Niedersächsischen Landesforsten vor.




04/08 2016:
Vielfältige Informationen zu Bad Lauterberg



Archivleiter Helmut Lüder (li.). bei seinen interessanten Erläuterungen zur Geschichte des Ortes


Abschiedsfoto nach dem Besuch des Heimatmuseums, oben rechts Archivleiter Helmut Lüder und seine Nachfolgerin Sabine Henkel


Erfolgreiche Ferienpassaktion der BI Bad Lauterberg

 

(bi) Auch in diesem Jahr konnte die Bürgerinitiative Bad Lauterberg(BI) den Ferienpasskindern eine interessante, lehr-und abwechslungsreiche Veranstaltung bieten. Neben zwölf jungen Ferienpassinhabern nahmen auch eine Reihe Eltern, die ehrenamtliche Stadtjugendpflegerin Steffanie Pötsch sowie einige Flüchtlingsfamilien an der informativen Veranstaltung teil.

 

Zunächst einmal stand ein Besuch des 1969 von der Archivgemeinschaft eingerichteten Bad Lauterberger Heimatmuseums auf dem Programm. Die Führung übernahm der Leiter der Archivgemeinschaft Helmut Lüder zusammen mit seiner künftigen Nachfolgerin Sabine Henkel. Diese konnten den interessierten Gästen viel Wissenswertes über die mehr als 800 jährige Geschichte des Ortes erläutern. Im besonderen Interesse der jungen Besucher standen dabei die zahlreichen alten Fotografien und Bilder unserer Heimat, darunter der „Damenkapelle“, die täglich zu den Weiden am Ortsrand der Stadt geführt wurde. Aber auch die original Lauterberger Bürgerstube mit ihren alten Möbeln und Gerätschaften sowie den klassizistischen gusseisernen Öfen der Bad Lauterberger Gießerei "Königshütte" faszinierte die Ferienpassinhaber. Aber auch die handwerkliche Nagelschmiede, die Tischler- und Schusterwerkstatt mit ihren typischen historischen Werkzeugen war etwas Neues für die Kinder, die alles Sehenswerte auf und mit ihren Smartphones dokumentierten.

 

Ein weiteres Highlight der Aktion war im Anschluss an die Museumsbesichtigung eine geführte Tour mit dem städtischen Wanderführer Karl-Heinz Winter von der Ritscherstraße über den Weinberg zur Augenquelle. Wie die Kinder von ihm erfuhren gab es einst sogar zwei Lauterberger Kuhherden. Alle Tiere oberhalb der Ritscherstraße wurden täglich zu Weiden in den Bereich Masttal, Dietrichstal und Odertal getrieben. Die Kühe aus dem unteren Ortsteil kamen zumeist auf Weiden in der Lutter und benutzten dabei fast immer den „Kohschiessenwech“.

 

Zunächst aber einmal wurde Halt an der ersten Lauterberger Schule, daher auch der Straßenname „Schulstraße“ gemacht. Wie dort die Kinder auf der dort angebrachten „Dennert-Tanne“ lesen konnten, wurde die Schule auf Initiative von Pastor Schlägers und den damaligen Bürgermeistern Pfeiffer und Röger zwischen 1817 und 1822 für rund 6.000 Reichstaler erbaut und zwischen 1845 und 1894 dreimal erweitert.

 

Vorbei an der mächtigen, Jahrhunderte alten Schullinde ging dann die Tour über den Lönsweg, vorbei am St. Bennostift, dem Kneipp-Sanatorium Dr. von Plachy, dem Harzklubheim Uhlenflucht sowie dem Naturfreundehaus zum Weinbergsattel. Von hier aus wurde noch ein Blick auf die Stadt geworfen, bevor es über den legendären „Kohschiessenwech“ zur Augenquelle ging. Trotz größter Aufmerksamkeit der jungen Ferienpassinhaber konnte jedoch keinerlei Hinterlassenschaft des „Harzer Rote Höhenvieh“ auf diesem Weg ins Luttertal gefunden werden – ist es doch schon einige Jahre her, dass hier am 30. Oktober 1967 die letzten Kühe langgetrieben wurden. An der „Augenquelle“ konnte diesmal keine gesundheitsfördernde Augenwäsche mit dem leicht Kupfersulfat haltigen Quellwasser durchgeführt werden, da die Quelle derzeit vollkommen versiegt ist.

 

Dies war allerdings auch nicht ganz so schlimm, denn das Ziel der Wanderung, das Schießzentrum der Schützengesellschaft Bad Lauterberg war bald erreicht, wo die Mannschaft der Bürgerinitiative um den Vorsitzenden Jens-Norbert Marxen und seinen Stellvertretern Klaus Richard Behling und Rainer Eckstein schon auf die Bewirtung der Ferienpassinhaber und Mitwanderer wartete. Doch auch mit einer oder mehreren stärkenden Bratwürsten und einer kühlen Brause war die Aktion der Bi noch nicht beendet. Jens-Norbert Marxen hatte noch einige lustige Spiele für Jung und Alt vorbereitet, unter anderem „Ich sehe was, was Du nicht siehst“, bei denen sowohl alle Kinder, Eltern, Gäste und natürlich alle BI-Aktivisten mit einbezogen wurden.

 

Text und Fotos BI Bad Lauterberg










03/08 2016:
Kultur, klassische Musik und Kirche




Festgottesdienst im Park zum Start der Bad Lauterberger Musiktage

 

(mk) Kultur, klassische Musik und Kirche – wie gut passt das zusammen? Hervorragend! Finden der Kulturkreis in Bad Lauterberg und die St. Andreas-Kirchengemeinde. Und auch die Gäste des musikalischen Festgottesdienstes im Rahmen der 35. Bad Lauterberger Musiktage werden dies bestätigen können. Sie feierten am Sonntagvormittag im Kurpark bei strahlendem Sonnenschein die Eröffnung der beliebten Kulturveranstaltung, zu der die Besucher von weither anreisen. Pastor i.R. Dr. Friedrich Seven übernahm die Liturgie, der Kirchenchor Barbis, der Singkreis St. Andreas aus Bad Lauterberg und Kantorin Dorothea Peppler am Klavier begleiteten den Gottesdienst musikalisch – gemeinsam mit einigen Gästen aus Duderstadt und andernorts. Und die Gemeinde war natürlich ebenfalls zum Mitsingen eingeladen. Zum Beispiel bei den Liedern „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ oder „Allein Gott in der Höh sei Ehr“. In seiner Predigt ging Seven auch auf die Anschläge in den vergangenen Wochen ein. „Gott denkt an uns und verspricht uns Frieden. Er hat uns nicht vergessen – auch wenn wir anlässlich solch schrecklicher Geschehnisse zweifeln“, sprach er. Unsere Gegenwart bestehe nicht nur aus Verzweiflung, sondern auch aus schönen Momenten. So zum Beispiel die Olympiade in Rio – oder eben, auf kleinerer Ebene, die Musiktage.

 

Früher wurde der Gottesdienst im Park zum Abschluss der Kulturreihe veranstaltet. „Am Ende des Chorworkshops wurde samstags das Abschlusskonzert gegeben. Und am Sonntagmorgen fanden wir es schön, die Musiker auch in das Gemeindeleben mit einzubeziehen. Das gab dem Ganzen einen schönen Rahmen und wurde von der Kirche mit Begeisterung aufgenommen“, blickt die ehemalige Kulturkreis-Vorsitzende Renate Dittmar zurück. Diesmal gibt es keinen Workshop für Erwachsene, dafür wurde die Singakademie mit in das Programm der Musiktage eingebunden. Die Tradition des Gottesdienstes fand das neue Leitungsgespann Cornelia Bär und Sabine Kilzer allerdings so schön, dass sie beibehalten wurde. Nur eben zu Beginn der Musiktage. Vielleicht wird man dort bis zum 21. August noch dem ein oder anderen bekannten Gesicht aus dem Kirchenkreis Harzer Land begegnen.

 

Den abendlichen Auftakt der Musiktage bildete am Sonntag ein großes Konzert mit Chor und Orchester in Kooperation mit der Singakademie Harz und dem Philharmonischen Kammerorchester Wernigerode, die Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten“ darboten.

Erstmals bietet der Kulturkreis Bad Lauterberg bis Dienstag einen Kinder-Chorworkshop an. Die Ergebnisse werden abends um 18 Uhr im Kursaal präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Ein Konzert für Truhenorgel und Cembalo ist am Freitag, 12. August, um 20 Uhr in der St. Andreas-Kirche zu hören. Auch hier ist der Eintritt frei.

Einen Tag später zeigen Dennis Wittberg und seine Schellack-Solisten um 20 Uhr im Kursaal ihr Können.

Friedel & Friends rocken den Kurpark – oder bei Regen den Kursaal – am Freitag, 19. August, um 20 Uhr. 

Und sogar eine Oper wird es diesmal wieder geben: Zum Abschluss der Musiktage werden am Sonntag, 21. August ,um 15 Uhr (Einlass ab 14 Uhr) von der Stiftung Edelhof Ricklingen unter dem Motto „Sommer in Sevilla“ Szenen aus Bizets „Carmen“ und Rossinis „Barbier von Sevilla“ im Kurpark präsentiert. Näheres unter www.kulturkreis-badlauterberg.de 





MTV Förste

Stadthalle Osterode


ET-DruckPartner


Die letzten Tage:
25.08.: HWW Sommerfest
25.08.: Juesseefest – Papierbootregatta
25.08.: Kühler Krimi, der Abgründe zutage treten lässt
24.08.: Ein bisschen Metropole sein
24.08.: 5.000 Euro für Yvonne Schönfelder
23.08.: Schützenfest in LaPeKa
23.08.: Wenn das Geld nicht ausreicht
22.08.: Juesseefest – The Party goes on
22.08.: Am Anfang war die Sprache
22.08.: Gefährliche Körperverletzung
21.08.: Wollbekleidung im Sommer
20.08.: Das fing schon mal gut an!
20.08.: MusicShow 8 - Eisdorf rollte den roten Teppich aus
20.08.: Fake Shops: Geld weg und Ware nicht geliefert
19.08.: Experiment gelungen!
19.08.: Fluchtursachen und -folgen
19.08.: Glückwunsch zum neuen VW Move
hier geht's zum Nachrichtenarchiv des aktuellen Jahres


Aktuell im ET - lesen Sie auch:
LK:Gesundheitsamt mit neuen Telefonnummer
Sport: Regattawochenende des SCBL auf dem Oderstausee
Politik: SPD-Team für den Samtgemeinderat steht
Harz: Fleischermeister Christian Koithahn mit „Typisch Harz“ ausgezeichnet
Stadt: Drei Dienstjubiläen
Politik: Vorstellung der Kandidaten der Grünen in Bad Grund
Sport: Geschicklichkeitsritt des RFV Teichhütte
Hattorf: CDU Samtgemeindeverband informiert
Schwiegershausen: Kreispokal in Bogenschießen wird im September ausgeschossen
Politik: Umweltminister besucht Kreismülldeponie Osterode
Schwiegershausen: Themenabend im Hus in Dieke
Politik: Ludwig Theuvsen besucht die JSN in Osterode
Osterode: Neue Brain-Gym-Kurse für Schülerinnen und Schüler
Politik: Wirtschafsminister soll Auskunft über Radweg eben
Hattorf: Singnachmittag
Gittelde: Gelungener Nachmittag der Volkslieder
Hattorf: Spektakuläre Übung der Bundespolizei Duderstadt
Ferienpass: Fußball mit dem VfR
LK: Neuer Qualifizierungskurs für Kindertagespflegepersonen
Schwiegershausen: Kandidaten der SPD informierten an Wahlstand
Harz: Neue Ideen an den Kirchentüren
Bad Lauterberg: Stammtisch Haus & Grund
Badenhausen: Kirchliche Nachrichten
Windhausen: Kirchliche Nachrichten
Aktuelle Polizeimeldungen
Leserbriefe