10/09 2016:
Gelungene Bustagesfahrt zur Künstlerkolonie Worpswede






Fast in jedem Worpsweder Gebäude befinden sich Galerien, Kunsthandlungen oder Museen.

von Bernd Jackisch

Unter sehr guter Beteiligung führte die diesjährige Bustagesfahrt von Haus & Grund Bad Lauterberg in das Künstlerdorf Worpswede. Seit 1889 ist das einstige Bauerndorf nordöstlich von Bremen, in direkter Nähe zum Teufelsmoor und der Hammenniederung eine Künstlerkolonie. Wie der Haus & Grundvereinsvorsitzende Eike Röger der Reisegruppe nach dem Mittagessen im Worpsweder Bahnhof, einem Baudenkmal aus der Gründerzeit erläuterte, entdeckten junge Maler im späten 19. Jahrhundert das abgeschiedene Teufelsmoor als Motivlandschaft. Durch eine Zufallsbekanntschaft führte es zuerst den Düsseldorfer Kunststudenten Fritz Mackensen 1884 hierher. In den folgenden Jahren bekleideten ihn in den Sommerferien der Studienfreund Otto Modersohn und der Münchner Kollege Hans am Ende. 1889 entschieden sie zu bleiben – mithin die Geburtsstunde der Künstlerkolonie. Anfang der 1890er Jahre kamen zunächst noch Fritz Overbeck und Heinrich Vogeler dazu. Besonders fest in der Kunstgeschichte verankerte sich Paula Becker, die spätere Frau von Otto Modersohn, mit ihren Bildern.

 

Deren Sammlung von 21 Bildern wurde unter anderem zusammen mit zahlreichen Werken anderer Worpsweder Künstler im „Museum am Modersohn-Haus“ besichtigt. Sehr begeistert waren die Fahrtteilnehmer auch über die Führung durch den Ort mit seiner Vielzahl an original erhaltenen Häusern aus der Jugendstilzeit. Wie sich dabei herausstellte nahm eine Urenkelin von Heinrich Vogeler die Führung mit den fachlichen Erläuterungen vor. Nachdem bei den Reichtagswahlen 1933 66 Prozent der Stimmen in Worpswede auf die NSDAP fielen, sahen sich seinerzeit Kommunisten wie Heinrich Vogeler zur Emigration in die Sowjetunion gezwungen. Heinrich Vogeler wurde dann, nach dem Einfall der Deutschen in Russland, nach Kasachstan umgesiedelt, wo er ein halbes Jahr später ums Leben kam.     

 

Nach einer Kaffeepause in der Bergstraße, dem Dorfmittelpunkt mit Cafés´ und kleinen Geschäften, ging es am späten Nachmittag nach einem ereignisreichen und kulturellen Besichtigungstag auf die Heimreise in den Harz. Insgesamt verlief die sehr gut durch Haus & Grund Bad Lauterberg geplante Fahrt reibungslos und ohne Probleme mit einem sehr gut ausgestatteten Reisebus.

 

Bilder: Elke Uhrner




02/09 2016:
Stadtverwaltung verweigert Einvernehmen für Großwindanlagen in Barbis

Im Dreieck Barbis-Königshagen-Bartolfelde will eine Steinfurter Firma einen Windpark errichten und hat dazu beim Landkreis Osterode einen Bauantrag gestellt.

 

Insgesamt sieben Windräder mit jeweils 200 Metern Höhe sollen nach dem Willen der Antragsteller auf der Anhöhe südlich von Barbis entstehen.

 

Die Bad Lauterberger Stadtverwaltung lehnt das Vorhaben in ihrer Stellungsnahme jedoch ab und wird das gemeindliche Einvernehmen, also die Zustimmung, nicht erteilen.

Grund dafür ist, dass die Erschließung der einzelnen Windräder nicht gesichert ist, da der Wasser- und Bodenverband Barbis als Grundeigentümer die Wegeflurstücke nicht zur Verfügung stellt.

 

Zudem, so äußert Bürgermeister Dr. Thomas Gans, habe man auch wegen der Nähe zu den Wohngebieten und der Höhe der geplanten Windräder Bedenken:

„Diese sieben Windräder würden 200 Meter hoch und damit sehr viel höher als die Windkraftanlagen in Königshagen. Da sie sich direkt auf der Kuppe befinden würden, wären sie auch aus allen Richtungen kilometerweit zu sehen.“

 

Auch wenn die Stadtverwaltung das Einvernehmen verweigert, bleibt die Entscheidung über den Bauantrag jedoch beim Landkreis.




31/08 2016:
Forstamt Lauterberg pflegt Mischwälder zwischen Bad Sachsa und Walkenried

Holzernte auf trockenen Waldböden nahe dem Priorteich und am Roßkopf

 

(v) Das Niedersächsische Forstamt Lauterberg pflegt seine Mischwälder im Südharz und beginnt mit der Holzernte bei Walkenried. Südlich vom Priorteich wollen Forstleute einen rund 80 Jahre alten Mischwald durchforsten. Dort wachsen zwischen Judenweg und der Bahnlinie qualitativ gute Buchen, Ahorne und Lärchenbäume. Solche Zukunftsbäume werden freigestellt, indem bedrängende Nachbarbäume gefällt werden. Die Forstarbeiten beginnen am 1.September und sollen voraussichtlich nach zwei Wochen beendet sein. Das Forstamt will die trockenen Bodenverhältnisse ausnutzen, um die Stämme schonend an den Waldweg zu bringen. Die vergangenen Winter hatten zu wenige Frosttage, um das Holz mit Forstmaschinen bodenschonend ernten zu können.

 

Das Holz der Lärchenstämme verkauft Dr. Christof Oldenburg an Sägewerke, die daraus Balken und Bretter für die Bauwirtschaft schneiden. Das Laubholz ist für die Produktion von Brennholz und für die Holzwerkstoffindustrie bestimmt. „Der Waldbestand gehört zum Naturschutzgebiet. Baumkronen und Resthölzer müssen aus ökologischen Gründen im Wald verbleiben“, erklärt Dr. Oldenburg. Der Betriebsdezernent im Forstamt Lauterberg dämpft die Erwartung von Brennholz-Selbstwerbern: „Diese Resthölzer verkaufen wir nicht an unsere Brennholzkunden. Sie verbleiben als so genanntes Totholz im Wirtschaftswald und dienen Insekten, Pilzen und kleinsten Lebewesen als Lebensraum“, begründet der Forstwissenschaftler die besonderen Auflagen im Naturschutzgebiet. Rund um Walkenried werde in der kommenden Saison jedoch ausreichend Holz für die heimischen Öfen anfallen, ist Dr. Oldenburg zuversichtlich.

 

Eine weitere Holzernte kündigt das Forstamt für den Bereich Roßkopf an. Zwischen Bad Sachsa und Walkenried erntet das Forstamt ältere Fichten und Buchen. Das Waldgebiet wird für die künftige Nutzung als FriedWald vorbereitet. Das Buchenholz ist für die heimische Sägeindustrie und den Export bestimmt. Das Fichtenstammholz ist gefragt als Sägeholz, in der Tischlerplattenindustrie oder als Holzwerkstoff. Die Landesforsten haben eine hiesige Firma mit den Forstarbeiten beauftragt. Das Unternehmen und deren Mitarbeiter kommen aus dem Harz und sind als zertifizierter Betrieb seit einigen Jahren auf den Flächen des Forstamtes im Einsatz. Waldbesucher können den gesperrten Judenweg und weitere Wanderwege entlang der Bahnlinie zwischen Walkenried und Bad Sachsa ab dem 1. September nicht benutzen. Das Forstamt bittet hierfür um Verständnis und empfiehlt, in den nächsten zwei Wochen auf andere Waldwege auszuweichen.





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