Mondlicht über der Kalahari


22.08.2010



Unsere Route


Kalahari Anib Lodge Campsite

Es ist stockdunkel und kalt, als der Flieger der Air Namibia in Windhoek landet. Breit grinsend erwartet uns Joshua von African Tracks. Neben ihm steht ein älterer kleiner Mann der darauf besteht mit uns mit zu fahren. Er hätte seine Abholung gebucht und basta! Schliesslich stehe auf dem Schild, das Joshua in der Hand hält neben 2 weiteren auch der Name „Schmidt“. Aber zu African Tracks wolle er nicht. Auf die Idee, dass  dieser ja so seltene Name mehrmals auftreten könne kommt er  gar nicht.... Warum schiesst mir nur „Hummeldumm“ durch den Kopf??? Doch auch das ist schliesslich geklärt und fröhlich fahren wir allein mit Joshua nach Windhoek. Unbürokratisch erfolgt die Übernahme unserer 3 Camper, der erste Grosseinkauf in der Maerua Mall wird getätigt und wir starten gen Süden. Auf dem Weg zur Kalahari Anib Lodge müssen wir 2 kleine Pausen einlegen, da die Müdigkeit uns doch zu übermannen droht. Dieses mal konnten wir ganz schlecht im Flieger schlafen.

 

Der Campground der Kalahari Anib Lodge ist idyllisch und einsam gelegen, gerade mal in Sichtweite des Haupthauses. Am Abend geniessen wir das fantastische Lodge-Dinner und nach 2,3 frisch gezapften Draw Bierchen sinken wir in die Betten unserer Camper.


23.08.2010



Akazienblüten


Siedelwebervogel-Nest

Holla, war die Nacht kalt. Morgens um 06.00 Uhr haben wir es gerade mal 2° C. Wie wohltuend ist die warme Dusche. Nach einem ersten gemütlichen Frühstück und einem Resteinkauf im Marientaler Bottlestore starten wir in Richtung Kgalagadi Transfrontier Park. Das erste Stück bis Whitvlei ist langweilig, doch dann rollen wir munter bergauf und bergab durch die roten Dünen bis Gochas. Die C 15 führt durch ein Flusstal und lässt sich wunderbar fahren. Immer wieder treffen wir auf riesige Webervogelnester álá  sozialer Wohnungsbau. Munter schwirren die kleinen Bauarbeiter raus und rein um ihre Jungen zu versorgen. Wir müssen weiter, denn in Südafrika ist es bereits eine Stunde später und um 16.00 Uhr fällt unweigerlich der Schlagbaum. Um 15.30 Uhr sind wir da, werden schnell und problemlos abgefertigt. Weder werden wir nach Holz, noch nach Fleisch oder sonstigen gefragt und schon bald stehen wir etwas abseits am Zaun des Mata Mata Campsites. Voll, voll, voll... voll aufgerüstete Südafrikaner wohin man schaut. Na ja, diese eine Nacht werden wir hier auch überstehen.

 

Unser erster Gamedrive ist nicht gerade ergiebig, trotzdem bin ich glücklich wieder hier zu sein. Es ist alles sehr trocken, das Gestrüpp braun und Gras ist nur spärlich vorhanden. Es fehlt einfach an Regen, der dieses Jahr erst sehr spät zu kommen scheint. Nur vereinzelt sehen wir ein paar Oryxe und Springböcke.


24.08.2010



Mondaufgang über Kielie Krankie


Tüpfelhyäne


Hyänen am Wasserloch von Kielie Krankie

Himmel ist das kalt, bibber, bibber... Ich will die Feuchtigkeit vom Fenster wischen... kratz, kratz, kratz... es ist gefroren. Ich stehe auf, ein Blick auf`s Thermometer: -4°C. Hätte ich doch lieber im Kühlschrank übernachtet, darin ist es wärmer,  - plus 6 °C! Na ja, wenigstens die Duschen sind warm. Dick eingemummelt decken wir unseren Frühstückstisch. Wir sehen aus wie Rundhütten auf zwei Beinen und wärmen unsere kalten Hände an den Kaffeetassen und den gekochten Eiern. Beim Frühstück bekommen wir Besuch von einer Tüpfelhyäne, die schnuppernd am Zaun entlang streicht. Sie ist nicht unser einziger Besucher. Irgendwie werden wir an Alfred Hitchcocks „Die Vögel“ erinnert. Sie wuseln um uns herum und versuchen Brotkrümel zu erhaschen. Gestern Abend habe ich die Bratpfanne rausgestellt, um die angetrockneten Reste aufweichen zu lassen. Die Pfanne wird von mehreren Gelbschnabeltokkos belagert, die sich die Reste aus der Pfanne picken. Dass das wässrige Gemisch gefroren ist, scheint sie nicht im geringsten zu stören. Derweil umlagern unseren Frühstücksplatz Glanzstare und Kapsperlinge, die auch die letzten Brotkrumen vertilgen.

 

Langsam rollen wir in Richtung Twee Rivieren. Die üblichen Verdächtigen – Springbok, Gnu und Oryx  - wohin man sieht. Am Veertiende Boorgat, wo wir sonst immer Giraffe angetroffen haben, rennen ein Stück vor uns 3 junge Geparde über den Weg. Oben auf der Düne verharren sie einen Moment und verschwinden dann leider viel zu schnell. Schade, wir hätten sie gerne etwas ausgiebiger bewundert, doch für den ersten vollen KTP-Tag ist das doch gar nicht mal so schlecht. Dann wird es ruhiger, vereinzelte Springböcke und Gnus geben ihr Stelldichein und ein Straussenmännchen muss uns seine Schönheit unter Beweis stellen. Bei Kamfersboom kommt, wie auf einer Perlenschnur aufgereiht, eine grosse Herde Gnus über den Dünenkamm in Richtung Wasserloch geschritten. Von der anderen Seite – in gleicher Formation - eine Herde Springböcke. Beide treffen gleichzeitig am langgezogenen Wasserloch ein. Die Rangordnung wird strikt eingehalten: erst die Gnus, dann die Springböcke dürfen das ersehnte Wasser schlürfen. Einige Oryx und Strausse scheren sich wenig um Etikette; sie drängeln sich durch die Leiber um ein paar Tropfen des erfrischenden Nasses zu erhaschen. Ein ganze Weile schauen wir den Treiben zu, ehe wir auf der Schüttelpiste in Richtung Twee Rivieren weiterrappeln. Es lässt sich nicht vermeiden: Grenzformalitäten erledigen, Wildcard kaufen, Geld ziehen, tanken und dann zurück nach Kielie Krankie.

 

Die Chalets liegen wunderschön auf einem Dünenkamm. Unten in der Senke befindet sich das Wasserloch. Wir richten uns ein und gerade als wir uns zum Sundowner niederlassen wollen, kommen 2 Tüpfelhyänen über die Dünen und streben direkt aufs Wasserloch zu. Eine badet, schmatzt und schlabbert genüsslich, während sich die 2. gedulden muss bis sie an der Reihe ist. Auch hier gilt die Hackordnung. Hey, unter Wasser muss es interessant sein, denn die badende Hyäne taucht eine ganze Weile ab. Nach etwa einer halben Stunde trollen sich die beiden und verschwimmen auch schon bald farblich  mit den Dünengräsern. Als sie unseren Blicken entschwunden sind, treffen wir uns in der mittleren, der 3 von uns gemieteten Hütten und verbringen einen schönen Abend im Freundeskreis. Gegen 19:00 Uhr geht der Mond auf und spiegelt sich im kleinen Wasserloch, ein phantastischer Anblick.


25.08.2010



Ein Schabrackenschakal hat Beute gemacht


Hinweisschild im Kgalagadi Transfrontier Park


Oryx

Ich werde wach, richte mich auf... Nein, es ist leider kein Löwe, der in der Ferne brüllt, es ist der Wind der heult. Frisch ist es geworden, ich fröstele. Als wir ein paar Sachen aus dem Fahrzeug holen, sehen wir 4 Löffelhunde, die gemütlich schnuppernd auf dem Weg zu den Chalets umhertollen. Wir beobachten sie eine Weile und erst als eine Wagentür klappt verschwinden sie im dichten Gras. Zurück im Chalet frühstücken wir. Es dauert nicht lange und eine Tüpfelhyäne mit ihrem Jungen kommt vom Hügel herab zur Wasserstelle. Das Kleine, viel dunkler gefärbt als die Mama, ist noch etwas zaghaft, hält sich dicht an der Mutter, die ihr Kleines nicht aus den Augen lässt. Als beide ihren Morgendurst gestillt haben, kommen sie mit ihrem typisch nickendem Gang die Düne hoch auf uns zu. Kurz vor den Chalets drehen sie jedoch ab und verschwinden hinter dem nächsten Kamm.

 

Wir starten in Richtung Nossob. Der Bypass bis Kij Kij lässt sich ja noch ganz gut befahren, doch das weitere Stück - Kij Kij bis zum Parkplatz  Dikbaardkolk – ist eine einzige Katastrophe! Die Pad scheint seit Monaten nicht mehr gegraddert worden zu sein! Dafür wurden im letzten Jahr die Parkgebühren um ~ 13% erhöht.  Welch Frechheit von uns auch noch Gegenleistung zu erwarten! Billiger kommt es ein Schild aufzustellen: „ Haben Sie Luft abgelassen?“ „Nein?“ „Dann meckern Sie auch nicht, wenn die Strassen schlecht sind“. Klasse, so einfach kann man es sich ja wohl nicht machen! Lassen wir Luft ab und haben später kaputte Reifen, denn die Pad ist ja alles andere als tiefsandig und weich, zahlt uns das auch keiner...

 

Im Gegensatz zu unserem letzten KTP-Besuch, ebenfalls im August, ist es dieses mal deutlich trockener im Nossob Valley. Dadurch bedingt sind weniger Beutetiere im Revier, folglich auch weniger Raubtiere. Wir sehen keinen Riss, auch keine Geier, die auf einen Riss hindeuten könnten. Vereinzelt lassen sich ein paar Gnus und ein paar Oryxe blicken. Gerade die Gegend um Kij Kij war immer ein Garant für Raubtiere. Na endlich:  bei Jan se draai treffen wir auf 14 Oryxe, die in einer riesigen Herde Springböcke unter zu gehen scheinen. Es ist herrlich diese Massen anzuschauen. Wir verweilen und lassen den Anblick auf uns wirken. Die Herde ist ruhig, es scheinen keine Raubtiere in der Nähe zu sein.

 

Ab dem Abzweig Dikbarkskolk wird die Pad zum Glück rückenschonender. In Nossob angekommen beziehen wir unsere Chalets und fahren später noch zum Kwang Wasserloch, dessen Ausbeute jedoch auch  sehr spärlich ist. So ist es halt von Jahr zu Jahr verscheiden. Der KTP ist nun mal eben kein Zoo!


26.08.10



Fleckenuhu


Beobachtung am Gharagab Wasserloch

Bis nach Gharagab, mit einer kurzen Rast am Unions End und ein paar Fotostops, brauchen wir gut 6 Stunden. Kurz vor Bedinkt sitzt direkt über uns im Baum ein Fleckenuhu. Gelangweilt schaut er zu uns runter und versteckt sich dann wieder hinter einem dünnen Zweiglein. Bei Lijersdraai fahren wir den grossen Loop und sehen auf der Pan 2 Löffelhunde umherhuschen. Eine Kuhantilope lässt sich durch uns nicht stören und frisst weiter am spärlichen Gras. Kurz vor Ende des Loops schrecken wir 2 Tüpfelhyänen auf, die direkt im Schatten eines Busches am Strassenrand schlafen. Die eine hat ihre Vorderbeine fast auf dem Gehweg liegen und schaut uns ungläubig und verschlafen an, als wir neben ihr halten. Doch so interessant sind wir für sie auch wieder nicht. Bereitwillig lassen sich die beiden fotografieren, legen ihre Köpfe wieder nieder und setzen ihr Nickerchen fort.

 

Der 4x4-Abzweig von Unions End bis Gharagab ist traumhaft schön zu fahren. Tiefsandig schlängelt sich die rote Fahrspur durch die leuchtende Grassavanne. Es geht bergauf und bergab. Uns verlässt jegliches Zeit- und Entfernungsgefühl. Diese sagenhafte Einsamkeit entschädigt den Tiermangel. Nur ganz vereinzelt sehen wir einen Springbock durch das hohe Gras hüpfen. Ich fahre eine steile Düne hinauf, mache einen Schaltfehler und rums sitze ich im tiefen Sand fest. Doch wozu habe ich meine bessere Hälfte, die mich rasch aus der misslichen Lage befreit. Nach etwa 1 Stunde Fahrt durch diese traumhaft schöne Landschaft erreichen wir das Camp. Wir beziehen die Hütten 1-3. Die Zeltunterkünfte sind urig-rustikal und zweckmässig eingerichtet. Gut so, denn auf den Luxus eines 5*-Hotels können wir gut verzichten, haben wir doch 1 Millionen Sterne am Himmel. Das hiesige Wasserloch wird bald von einem Schwarm Nachtflughühnern besucht, zu denen sich ein Schakal gesellt. Auf dem Ausguck warten wir auf den Sonnenuntergang und setzen uns anschliessend  gemütlich in der mittleren Hütte zu einem Sundowner zusammen. Es wird jedoch rasch sehr frisch und wir verziehen uns in unsere Betten.


27.08.10



Schabrackenschakal


Löwe am Gharagab Wasserloch


Pause im Gras


Fahrt durch die Kalahari

07:00 Uhr: Wow! 2 schwarze Mähnenlöwen stehen am Wasserloch. Genüsslich schlabbern sie das morgenkühle Wasser, ihre Mähnen spiegeln sich an der Oberfläche. Von Osten naht eine Braune Hyäne. Sie wittert jedoch ihre Feinde und kommt nicht zum trinken, sondern tritt leise den Rückzug an. Schade, sie ist zu weit weg, als dass wir sie gut fotografieren können. Wir frühstücken in aller Ruhe und schauen den Königen der Tiere noch eine Weile zu, wie sie sich satt und träge im Gras wälzen. Dann trennen sich unsere Wege; die Löwen verlassen die Wasserstelle und wir das Camp Gharagab.

 

Wieder führt die schmale Fahrspur durch tiefes Grasland bergauf und bergab durch die roten Dünen. Teilweise sind die Auffahrten sehr, sehr steil und tiefsandig. Ein kleiner Schakal kommt uns von der anderen Dünenseite auf dem Weg entgegen, bleibt auf dem Weg stehen, schaut uns frech nach dem Motto an: “So, und wer von uns beiden weicht jetzt aus?“ O.K., er weicht aus, aber nicht mehr als 1 Meter, denn in der sandigen Spur lässt es sich besser laufen als im hohen Gras. Doch schon naht das nächste unserer 3 Fahrzeuge und wieder muss der kleine Kerl Platz machen. Als dann auch noch Fahrzeug Nr. 3 über die Düne kommt wird es ihm zu bunt und er gibt auf.

 

Wenig später liefert sich ein Strauss mit uns ein Rennen. Dieses blöde Federvieh rennt permanent panisch neben uns her, bis er nach einigen Hundert Metern merkt, dass er problemlos zur Seite ausweichen kann. Tja, viel Hirn ist in dem kleinen Kopf wohl nicht drin. Nach etwa 1 ¾ Stunden und ein paar Fotostops haben wir die Hauptpad wieder erreicht. Dabei sind es lt. Karte nur 17 km. Kurz vor Polentswa huscht ein Gepard direkt vor uns über die Strasse und bleibt nach etwa 10 Metern unter einem Baum stehen. Hier pausiert er und beobachtet uns durch das Buschwerk, ehe er das Interesse an uns verliert und seinen Weg  fortsetzt.

Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Polentswa Camp, denn wir sind neugierig wie das Camp ausschaut und wie seine Lage ist. Es gefällt uns gut. Merken für das nächste mal! Die weitere Fahrt bis zum Nossob Camp verläuft relativ unspektakulär, lediglich die altbekannte Savannen-WG (Gnus, Strausse und Oryxe) lässt sich bewundern. Wir checken in Nossob ein, trinken erst einmal gemütlich Kaffee und fahren dann noch einmal raus.

 

Wie immer haben wir bei Marie se draai Pech. Lediglich ein paar Oryxe und ein Schakal betreten die Szenerie. Aber gen Norden, kurz vor Qubit`je Quap treffen wir auf einen Steppenbussard, der gerade eine Puffotter zu Abend verspeist. So wie es ausschaut, hat er ihr zuvor den Kopf abgebissen. Das Blut läuft noch am Schlangenkörper herunter. In mehreren grossen Happen verschlingt er das Kriechtier. Nur wenige Kilometer weiter entdecken wir einen Gaukler in der Baumkrone sitzen. Leider ist das Licht zum fotografieren nicht optimal, denn der Greifvogel sitzt genau im Gegenlicht und denkt nicht einmal daran seinen Platz zu verlassen. Dabei ist die Wasserstelle Qubit`je Quab nur 200m entfernt und ich telepathiere ihm immer wieder wie durstig er doch ist... Klappt nicht! 





Gabelracke


Kampfadler beim verzehr einer Puffotter


Schakal

28.08.10



Singhabicht


Afrikanischer Turmfalke


balzender Strauß

Wir fahren schon eine ganze Weile, es lassen sich kaum Tiere blicken. Plötzlich flattern in einiger Entfernung immer wieder zwei Singhabichte vom Boden hoch. Wir stoppen und entdecken etwa 100m weiter im Gebüsch einen Honigdachs, der wie wild in der Erde gräbt. Leider versteckt sich der Frechdachs immer wieder hinter dichtem Buschwerk, sodass wir ihn nicht fotografieren und auch nicht ausmachen können, nach was er gräbt und warum er ständig die beiden Singhabichte attackiert. Alles warten nutzt nichts, schliesslich fahren wir weiter.

 

Um nach Twee Riveren zu gelangen nehmen wir lieber gleich den grossen Bypass, denn dieses Gerappel zwischen Dikbaardskolk und Kij Kij wollen wir uns kein zweites mal antun. Auf rechter guter Piste geht’s wiegend durch die Dünen. Eine kleine Rappenantilopenfamilie verweilt am Strassenrand, aber auch nur so lange, wie wir fahren. Als wir anhalten machen sie sich rasch aus dem Staub.

 

Ein Straussenmännchen bietet seiner Holden ein Schaulaufen, flattert mit den Schwingen und wiegt seinen Kopf hin und her. Die Henne ist beeindruckt. Na ja, wenigstens für kurze Zeit. Wenige Kilometer hinter Vaalpan sonnt sich eine dünne, längsgestreifte Schlange auf der Fahrbahn. Wir stoppen, doch das Reptil hat sich schon auf die Kriechspur verzogen und schlängelt sich in die Ferne. So kann sie wenigstens nicht mehr überfahren werden. Schade, ich hätte sie mir gerne noch ein wenig genauer angeschaut.

 

Das Auob Revier ist erreicht. Nun sind es nur noch rund 70 Kilometer bis Twee Rivieren, wo wir unsere letzte Nacht im Kgalagadi Transfrontier Park verbringen werden. Am Gemsbokplein steht eine kleine Herde Gnus in der Mittagshitze. Sie lassen die Köpfe hängen. Nein, eine Schönheit ist das gemeine Gnu nun wirklich nicht. Eine Legende der San besagt, dass der liebe Gott beim Erschaffen der Tiere noch ein paar Teile übrig gehabt und daraus das Gnu geschaffen habe. Ja, so sieht es auch aus...seufz. Aber es kann ja nicht jedes Tier so hübsch sein, wie die kleinen zierlichen Springböckchen mit ihren niedlichen Gesichtern. Wir stehen inmitten einer Herde und wollen Porträtaufnahmen von ihnen machen. Doch das Ziel der Begierde spielt nicht immer so mit, wie wir es gerne hätten. Gut, dass wir im Zeitalter der digitalen Fotografie sind.

 

Im Twee Rivieren Rastlager angekommen beziehen wir unsere Quartiere und relaxen erst einmal. Doch lange halte ich es nicht aus. Ich brauche mal wieder meine kleine Auszeit, Zeit, in der ich ganz alleine bin. So setzte ich mich ins Fahrzeug und fahre bis Leeuwdril und ein Stück die Umgehung nach Rooiputs hoch. Tiere sehe ich auch hier keine, doch ich geniesse die Stunde des Alleinseins.


29.08.10

Wir verlassen den KTP. Seit unserem letzten Besuch ist die Strasse nach Upington vollständig geteert und das Auto schnurrt nur so dahin. Wieder bin ich beeindruckt von der Weite der Kalahari, wie sich das Teerband schnurgerade bergauf und bergab durch die roten Dünen zieht. Leider sind am Rand immer wieder totgefahrene Löffelhunde zu finden, die es in der Dunkelheit nicht mehr rechtzeitig geschafft haben mit ihren Kumpanen die Strasse zu überqueren. Doch der Frech-kill der Nacht wird im Laufe des Tages von Raubvögeln weggeputzt. Etwa 80 km vor Upington wird die Landschaft karg und völlig unspektakulär. Im Einkaufszentrum füllen wir unsere Vorräte auf und wollen dann weiter bis zu den Augrabis Falls. Doch daraus wird nichts. Winfrieds Fahrzeug streikt und zieht nicht mehr richtig. So beschliessen wir in Upington zu bleiben um am morgigen Montag gleich früh die Toyota-Werkstatt aufzusuchen. Dann kann Hansi auch gleich seine Bremsen nachschauen lassen. Wir nächtigen im Eiland Resort, was nicht unbedingt der Hit ist, aber dem Zweck Genüge tut. Nachts patrouilliert ständig Security.


30.08.10



Augrabis Falls


Dussie

Schon früh können wir die nicht gerade ansprechende Stadt Upington verlassen. Das Auto ruckt zwar noch immer, aber wenn Winfried es während der Fahrt ab und zu aus- und anschaltet, rollt er wieder (Schadensbehebung auf afrikanisch). Hansis Bremse spinnt auch weiterhin... soviel zur Kompetenz der Toyota-Werkstatt in Upington.

 

Ein Sandsturm kommt auf und die Hitze schlägt uns beim Aussteigen an den Augrabis Falls entgegen. Sofort werden wir von Millionen von kleinen Zuckmücken umlagert. Wir können sie gar nicht so schnell vertreiben, wie sie sich wieder an Auge, Nase und Mund setzen. Aus diesem Grund sind wir nicht böse, dass wir die heutige Nacht hier nicht verbringen. Das Wasser in den Falls ist um diese Jahreszeit zwar nicht spektakulär, dennoch beeindrucken uns die rauschenden Wassermassen immer wieder. Etliche Dussies mit Jungtieren verstecken sich in Felsspalten vor der brütenden Sonne.

 

Die Luft ist heiss und trocken. Schon von dem kurzen Rundgang fühlen wir uns ausgetrocknet. Der stürmische Wind wirbelt den Staub auf, sodass wir bald über und über bepudert sind. Schade, es ist zwar schön hier, aber uns treibt es nur noch weg. So fahren wir weiter bis Springbok. Unterwegs sind die fernen Bergketten wegen des Sandsturmes kaum auszumachen. Erst kurz vor Springbok, als die Berge näher an die Strasse rücken, lässt der Wind nach. Da wir spät dran sind – zu spät für das kleine Camp am Eingang des Goegab Nature Reserves  – checken wir im Springbok Caravan Park ein: nichts dolles, enge Stellplätze, jedoch heisse Duschen um uns den Puder vom Körper zu waschen.


31.08.10



Köcherbaumwald


Webervogel beim Nestbau


Wildblumenblüte


Namaqua Daisy mit Schildkröte

Leider haben wir Pech mit der Wildblumenblüte. Der Regen fiel dieses Jahr aus und die paar Tropfen die gefallen sein sollen, soll der Wind mit sich genommen haben, bevor sie die Wurzeln der Blumen erreicht haben. Die Landschaft im Goegab Nature Reserves ist dennoch traumhaft schön, bald schöner als im Skilpad. Wir erkunden den liebevoll angelegten kleinen Köcherbaumwald und fahren die 13 km langen Tourist Drive. Er führt durch die wunderschöne Landschaft des Natur Reservates. Nur vereinzelt zeigen sich ein paar prächtige Blüten an Blumen und Büschen. Oryx und Kuhantilope schauen gelangweilt zu uns herüber und fressen dann genüsslich weiter.

 

Gegen Mittag starten wir Richtung Namibia. Nördlich von Springbok , am Strassenrand der N7, blühen mehr Blumen als im Park selber. Schnell ändert sich die liebliche Landschaft, es wird trockener, dann erreichen wir die felsigen Ausläufer des Orange-Tales in dessen Mitte sich der Grenzübergang befindet. Vor uns steht eine Truppe Overlander an der Abfertigung, trotzdem geht es relativ zügig. Wir werden weder nach Fleisch, noch nach Holz, noch nach sonstigen Sachen gefragt und rollen rasch über die Grenze.

 

Eigentlich wollten wir die Strecke am Orange entlang  zum Fish River Canyon fahren, aber dafür ist es nun doch etwas zu spät. Der in Upinton verlorene Tag hat uns veranlasst die Route zu ändern. So brausen wir die B1 entlang. Uff, haben wir uns verfahren? Sind wir zu hoch geflogen? Hier sieht`s aus wie auf dem Mond - ich war zwar noch nicht da, aber genau so stelle ich mir die Landschaft auf dem Mond vor - ! Absolute Öde! Schwarzgrauer Fels und staubige Erde, ohne jegliche Vegetation. Karg, schwarze Steine, etwas Gebirge.  Trocken, trocken, trocken...! Und das über Hundert Kilometer lang.

Im Osten diese unendliche Weite. Am Abzweig der C 10 biegen wir zum Fish River Canyon ab. Die Gegend ist noch immer wenig einladend und weil wir keine Lust mehr zum Fahren haben, nächtigen wir im Hobas Camp, anstatt im Canyon Roadhouse. Leider sind hier im Hobas Camp die sanitären Anlagen – vorsichtig ausgedrückt - nicht gerade die saubersten! Aber unser Platz ist unter den hohen Bäumen recht schön und der Pool ist auch gut und sauber um sich kurz zu erfrischen. Paviane schleichen umher und  kontrollieren in regelmässigen Abständen die Mülltonnen. Ansonsten sind jedoch scheu, nicht so frech wie ihre Kollegen in Botswana. 


01.09.10

Gegen 08:00 Uhr starten wir zum Canyon. Die Sonne steht jetzt gut, wir haben gutes Fotolicht. Am Haupt-Viewpoint wird gerade ein grosses Besucherzentrum (oder was immer das werden soll) gebaut. Als wir 1995  hier waren, gab es lediglich eine kleine, halb hohe Mauer. Wir lassen uns den ganzen Tag Zeit, klappern Viewpoint für Viewpoint ab. Auf die Dauer ähneln sich die Aussichtspunkte doch, so verzichten wir auf den 4x4-Trail und fahren zurück ins Camp.

 

Ich nutze die Gelegenheit um Wäsche zu waschen, was auch die Abwaschschwämme beinhaltet. Ein paar Stunden später schaue ich nach der Wäsche... von den Schwämmen hängt nur noch ein kleiner abgenagter Fetzen an der Leine. Oh je, hoffentlich haben sich die Vögel nicht den Magen daran verdorben. Gesund und nahrhaft waren  sie ja nun wirklich nicht. Na, wenigstens rennt jetzt nicht irgend ein Pavian mit unseren T-Shirts durch die Gegend. Alles schon erlebt!




Blick in den Fish River Canyon


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02.09.10



Oldtimer im Canyon Roadhouse


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Früh starten wir wieder und legen am Canyon Roadhouse einen Tankstop ein. Dabei schauen wir uns das renovierte Roadhouse einmal genauer an. Es ist liebevoll mit alten Autos und sonstigen Utensilien eingerichtet. Auf dem hiesigen Camp wäre die Übernachtung wirklich schöner gewesen, aber vorbei ist vorbei, nachtrauern hilft nichts.

 

Endlich, entlang der B4 ändert sich das öde Einerlei der Landschaft. Sie wird lieblicher, Weideland und schön anzuschauende Gebirge unterhalten das Auge. Wir schauen uns den kleinen Ort  Aus an, trinken im Bahnhofshotel gemütlich Kaffee, essen leckeren (reichhaltigen) Kuchen und fahren dann nach Klein Aus Vista. Wow! Das Camp ist wirklich sehr, sehr schön. Die Plätze sind gepflegt, liebevoll von einander getrennt und die sanitären Anlagen pikobello sauber.

 

Von 3 Seiten wird das Camp von weitläufigen Bergketten getrennt und nach Norden hin blickt man in die Weite der Tirasberge. Die relative Nähe zur B4 stört überhaupt nicht. Wir wollen uns noch ein wenig bewegen und laufen den 4 km langen Sunset-Trail. Wir schauen der untergehende Sonne zu und beobachten noch 2 Steinböckchen, die herrlich von der Sonne angestrahlt, hoch auf einem Felsen stehen. Hätte sich das Männchen nicht ein wenig bewegt, hätten wir die beiden gar nicht entdeckt.

 

Gerade noch bevor es ganz dunkel wird, erreichen wir unser Camp. Wir entfachen ein Lagerfeuer und geniessen diesen schönen, ruhigen Abend. Der nächtliche Sternenhimmel ist einfach atemberaubend. Kein Licht von aussen stört, man meint die Stille hören zu können. Ich sauge diese Stille in mich auf  und merke, wie ruhig ich werde. Wenn ich jetzt nicht ins Bett gehe, schlafe ich hier draussen ein...gute Nacht!





Canyon Roadhouse


Landschaft bei Klein Aus Vista


Campsite Klein Aus Vista

03.09.10



Wildpferde in der Namib


Neugeborenes Wildpferd


Geisterstadt Kolmannskuppe


...



In der Garub-Ebene, an der Tränke, zählen wir  über 70 Wildpferde. Ein Fohlen wurde gerade geboren und liegt noch von der Geburt geschafft, abgespannt am Boden. Die Mutter, die die Nachgeburt noch nicht los geworden ist, spendet ihm Schatten. Wenig später erhebt sich der kleine Erdenbürger und sucht sogleich auf wackeligen Beinchen nach der Mamas Milchquelle. Das klappt nicht sofort, doch dann ist es doch geschafft und das kleine Fohlen trinkt die ersten Schlucke der nahrhaften Milch. Die Wildpferde sind hier alles andere als scheu, sind an Menschen gewohnt. Sie lassen uns relativ dicht an sich heran kommen. Wir wollen sie jedoch nicht bedrängen und halten Abstand. Lange beobachten wir die Tiere, die doch anders aussehen, als unsere hiesigen Hauspferde: der Kopf ist kleiner, die Stirn flacher. Auch die Augen sind kleiner.

 

Wir fahren ein Stück weiter, halten an der alten Bahnstation Gharub. Hier treffen wir auf eine wirkliche Hummeldumm-Truppe – nur die Holzgirafe auf dem Dach fehlt (noch)! Damit Madam mit ihren strassbesetzten Sandälchen nicht zu weit laufen muss, fährt „Bahee“ seinen 8-Sitzer-Bus bis dicht an das verfallene Bahnhäuschen heran und fährt sich prompt samt Gepäckanhänger im tiefen Sand fest. Keiner weiß, warum er nicht auf dem harten Stück stehen geblieben ist... Man bloß keinen Meter zu Fuß gehen! Einige Leute bleiben auch stur im Bus sitzen, andere versuchen ihn raus zu schieben. Ergebnis: „Bahee“ sitzt 2 Meter weiter wieder fest! Nein, da braucht die Hummeldumm-Truppe gar nicht so zu uns rüber zu schauen. Wir schieben garantiert nicht mit! Endlich kommt einer auf die Idee, den Anhänger ab zu hängen, dann geht’s vielleicht besser! Kopfschütteln unsererseits, rote Köpfe auf Seiten der Hummelsdumms. Grinsend fahren wir weiter...

 

Nach nur wenigen Kilometern sehen wir ein Rudel Löffelhunde nahe der Strasse im Sand wühlen. Doch als wir anhalten laufen sie rasch weg und sind schon bald ausser Fotoreichweite. Löffelhunde sind herrliche, quirlige Kreaturen.

 

Nach gut 1 Stunde erreichen wir Kolmanskuppe. Auch hier hat sich in den letzten 15 Jahren logischerweise einiges getan. Zum Beispiel wird durch Schildern an den Gebäuden erläutert, wer in welchen Haus gewohnt hat. Das war 1995 noch nicht. Es ist schön, wieder durch die verfallenen Häuser zu schlendern, dem Lichtspiel im Inneren der Häuser zu folgen und die längst vergangenen Zeiten auf sich wirken zu lassen. Der Sand hat die Häuser zurück erobert und leise streift der Wind durch die Gebäude. Reste von Schablonenmalereien sind an den Wänden zu erkennen, Waschbecken bis oben mit Sand gefüllt, knarrende Treppen führen ins Obergeschoss. Im Wohnhaus für Verheiratete kann man schnurgerade durch die Türen in alle Zimmer schauen. Die unterschiedliche Farbgestaltung der Räume ist absolut fotogen.

 

Am frühen Nachmittag erreichen wir Lüderitz. Die Sites auf dem Haifish Campground haben jetzt Strom und sind nett angelegt, die sanitären Anlagen sind pikobello sauber. Es ist heiss, 31°C und lediglich ein laues Lüftchen weht. Richtig angenehm um in der Sonne ein wenig zu relaxen. Wir schauen uns noch ein wenig in der Stadt um. Trotz diverser Veränderungen ist Lüderitz ein beschauliches kleines Städtchen geblieben. Die Häuserzeile zu Beginn der Bergstasse ist farbig geworden, jedes der 6 Häuser hat eine andere Farbe. Das erste ist das urige Restaurant Barrels; es gehört zur Pension Kratzplatz.

 

Wir reservieren für den Abend einen Tisch und schlendern noch etwas durch das Städtchen. Die Kirche hat heute am Sonntag, leider geschlossen. Um 18:30 Uhr finden wir uns wieder im Barrels ein. Gut, dass wir reserviert haben, denn ohne Vorbuchung hätten wir schlechte Karten gehabt um hier gut und günstig essen zu gehen.. Eine junge Frau macht Livemusik, sie spielt Gitarre und singt dazu. Es ist gemütlich, wir geniessen den Abend und kehren erst relativ spät zurück ins Camp.


04.09.10



Lüderitz


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Farm Koiimasis - Tirasberge


Koiimasis Campsite


Löffelhund

Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt haben, brechen wir nach Koiimasis auf. Bevor das kleine Örtchen Aus erreichen, statten wir den Wildpferden noch einmal einen Besuch ab. Ein Pferd steht direkt am Unterstand und lässt sich von uns die Blässe kraulen. Unser Fohlen ist ganz munter und hält sich immer dicht in Mamas Schatten auf. 2 Junghengste haben eine kleine Meinungsverschiedenheit und rangeln ein wenig. Schön für unsere Fotogalerie. Nach etwa ½ Stunde trennen wir uns wieder von diesen herrlichen Tieren und machen uns auf den Weg in die Tirasberge. Schade, die Berge sind diesig und die Sicht wieder nicht so gut.

 

Von der B 13 biegen wir in die D 707 ab. Streckenweise ist die Pad recht rau und teilweise etwas tiefsandig, was aber keine Monotonie aufkommen lässt. Die Landschaft ist grandios, auch wenn feiner Staub für dunstverhangene Berge sorgt. Im Süden begrenzt eine kilometerlange rote Sanddüne die Weitsicht. Der Wind ist ganz schön heftig und ab und zu wirbeln Sandteufelchen über die Fahrbahn. Nach knapp 70 Kilometern ist der Abzweig zur Koiimasis Farm erreicht. Wir queren das Gebiet der Kanaan Farm, Gatter müssen geöffnet und wieder geschlossen werden. Nach einer ¾ Stunde erreichen wir die Farm Koiimasis. Sie liegt in einer traumhaften Landschaft. Frau Izko begrüsst uns freundlich und weist uns den Weg zu unserer Campsite.

 

Die Campingplätze liegen absolute Spitze! Selbst Klein Aus Vista wird übertroffen. Liebevoll in die Felsen gebaut liege die einzelnen Sites; die super sauberen sanitären Anlagen sind direkt im Fels integriert. Alles ist mit viel, viel Liebe und Hingabe gebaut. Wir machen es uns unter dem Schattendach gemütlich, zünden unser Feuerchen an und legen herzhafte Steaks auf den Grill. Zistensänger hüpfen um uns herum und hoffen einen Krumen zu erhaschen. In den Felsspalten belauern uns Dassies und possierliche Felsen-Elefanten-Spitzmäuse (ein niedlicher Name für ein niedliches Tier) kommen nahe an den Tisch heran. Solange wir uns nicht bewegen bleiben sie sitzen und schauen uns zu. Nach dem Essen erkunden wir noch ein wenig die nähere Umgebung. Es ist wirklich traumhaft schön hier. Langsam weicht der Tag, die Schatten werden länger und länger, Dunkelheit macht sich breit. Uns geht es gut, dann kann die namibische Sonne beruhigt unter gehen. Ein Stern nach dem anderen beginnt zu strahlen und die Milchstrasse zieht direkt über uns ihre Bahn. Die Köpfe weit nach hinten gedrückt, hängen wir in unseren Stühlen, geniessen die Ruhe und bestaunen den Sternenhimmel. Ab und zu sausen Sternschnuppen über das Firmament.

 

Schnuppern...schnuppern...? Etwas Feuchtes berührt mein Knie... Oh, wir bekommen Besuch. Der grosse Hütehund der Familie Izko besucht uns auf seiner abendlichen Runde. Er begrüsst jeden einzelnen von uns, lässt sich streicheln, trinkt noch ein paar Schlucke aus der Wasserlache an der Akazie und verschwindet dann so lautlos, wie er gekommen ist wieder in der Dunkelheit. Erst spät gehen wir schlafen und sind uns einig, dass man hier durchaus länger als nur einen Tag verweilen kann. Vielleicht beim nächsten mal...


05.09.10



Sesriem Canyon

Die ersten Sonnenstrahlen blinzeln über die Bergspitzen. Seufzend stehen wir auf um wieder einmal das Lager zu verlassen. Dieses mal fällt es uns echt nicht leicht. Am Farmhaus halten wir noch einmal und decken uns mit Oryxfleisch ein, was Frau Izko für uns bereit gelegt hat. Es wird noch ein wenig Smalltalk betrieben und dann müssen wir wirklich los. Wir starten in Richtung Sesriem. Die Berge sind leider noch immer nicht klar, Staub liegt in der Luft. Dennoch ist die Landschaft faszinierend.

 

Ab und zu halten wir, fotografieren die unterschiedlich gefärbten Felsformationen. Nahe der Zufahrt nach Wolwedans treffen wir auf eine grosse Zebraherde. Die Herde ist relativ scheu und lässt uns nicht näher an sich heran kommen. Wir akzeptieren und fahren weiter. Lange Staubfahnen wehen hinter uns her driften sich jedoch aufgrund des Windes nach einigen Metern ab. Aus diesem Grund halten die anderen unserer Gruppe Abstand. An der Abzweigung D 845 halten wir, um auf die anderen zu warten.

 

Unser Schutzengel hat uns wohl befohlen hier anzuhalten: Schnüffel..., schnüffel..., da stinkt doch was? Wir steigen aus und trauen unseren Augen nicht. Dichter Qualm dringt aus dem hinteren Teil unseres Camperaufbaus. Norbert reisst die Tür auf, die gesamte Innenkabine ist voll dichtem, beissendem Rauch. Es qualmt aus der Klappe, wo sich die Gasflaschen befinden. Die Kabel, die von der Batterie zur Innenbeleuchtung führen, haben sich gelöst und sind durch das Rütteln auf der Waschbrettpiste unter die Gasflaschen geraten. Die Flaschen haben nach und nach die Isolierung der Kabel durchgescheuert, es kam zum Kabelbrand. Gott sei Dank haben wir es rechtzeitig bemerkt, haben erst die Flaschen, dann die Kabel und anschliessend sämtliche Sicherungen, die zur hinteren Batterie führen, raus gerissen. Himmel, das ist noch mal gut gegangen! Nicht auszudenken, wenn die Flaschen hoch gegangen, oder es zum offenen Brand gekommen wäre...

 

Inzwischen sind die anderen beiden Fahrzeuge aufgefahren und wir können den Inhalt unserer, jetzt ja nicht mehr funktionierenden Kühlbox, auf die anderen beiden Boxen verteilen. Nach einiger Zeit fahren wir weiter. Langsam löst sich bei mir der Schock und was mache ich? Ich stopfe Biltong in mich hinein! Norbert meint nur: „Na, brauchste `nen Schnuller?“ Ja, so ähnlich komme ich mir vor. Doch da nun nichts weiter passieren kann fahren wir wieder guten Mutes weiter und geniessen die traumhaft schöne Landschaft.

 

In Sesriem angekommen, lassen wir die Kühlbox auf Strom laufen und gut ist. So können wir wenigstens unser Bier und vor allem das Savanna kühlen ;-).

Am Nachmittag fahren wir zum Sesriem Canyon und wandern noch ein ganzes Stück im Canyon entlang. Wären hier nicht so viele Leute, wäre es idyllischer, doch auch andere wollen diese Naturschönheit sehen und das muss man akzeptieren. Bärbel und Hansi gehen noch bis zur vorderen Spitze und stehen unvermittelt einer kleinen Kobra gegenüber, die sich drohend aufrichtet und ihren Hals spreizt. Miss Kobra schlängelt sich nach links, Hansi und Bärbel weichen nach rechts aus und friedlich trennen sich ihre Wege.

 

Abends sitzen wir noch bis weit in die Dunkelheit hinein zusammen und arbeiten auf, was wir bisher alles erlebt haben. Während dessen schleicht ein vorwitziger Schakal immer um uns herum. Es könnte ja sein, dass etwas für diesen kleinen Räuber abfällt. Fällt aber nicht!


06.09.10



Dunst im Sossusvlei


Sossusvlei


Die Sonne kämpft sich durch


Überlebenskampf in der Wüste

Um 05:45 stehen wir am Schlagbaum und kurz vor 06:00 Uhr geht der „run“ auf die Dünen los. Noch ist es stockdunkel. Es ist bewölkt, nur selten lugt ein Stern durch die Wolkendecke. Trotzdem rasen viele was das Zeug hält. Vier oder fünf Overlanderbusse schiessen an uns vorbei um ja pünktlich an der Düne 45 zu sein. Dort angekommen herrscht Hochbetrieb. Langsam dämmert es und wir sehen die Karawanen von menschlichen Ameisen die Düne hoch hecheln.

 

 

So fahren wir lieber gleich weiter ins Vlei. Dort sind wir (noch) alleine. Unserer Onduzu pflügt durch das sandige Flussbett. Wühlt sich vorwärts... eine kurze Phase festen Bodens unter den Rädern, dann die nächste Sandpassage, dann noch eine, noch eine letzte und der Parkplatz zum Dead Vlei ist erreicht. Der Tiefsand lässt sich wunderbar fahren, da er noch nicht so von der Wärme gelockert ist. Mit dem Sonnenaufgang... Leute, das wird nichts. Kurzzeitig kriecht der riesige rote Sonnenball zwischen zwei Wolkenbändern hindurch über den Horizont, doch verschwindet dann auch ganz schnell wieder hinter einer grauen Wand. Wir wandern zum Dead Vlei. Der Vorteil ist, dass es nicht zu warm ist, der Nachteil, dass die Farben nicht so leuchten. Wir verweilen eine Zeit lang in ruhigen Vlei und bestaunen die riesige Big Daddy Düne.

 

Der Sand ist immer in Bewegung. Diese fliessende Welt bietet nirgendwo Halt. Wir stehen inmitten eines gigantischen Sandkastens, fühlen uns klein... ja, klein wie diese winzigen Ameisen zu meinen Füssen. Ich setze mich auf einen abgestorbenen Baum und beobachte sie. Hmm, normalerweise sind Ameisen recht unstete Gesellen, die permanent hin- und herwuseln. Doch diese hier scheinen mit ihren Kräften sehr zu haushalten, laufen nur recht bedächtig. So habe ich die sonst so rastlosen Staatsdiener noch nie erlebt. Zurück an unseren Fahrzeugen folgen wir erst einmal dem Lockruf unserer Kühlboxen, denn gefrühstückt haben wir heute noch nicht. Das tun wir dann hier ausgiebig, teilen mit Webervögeln und Schwarzkäfern unser Essen (Schwarzkäfer scheinen Apfelstücke zu mögen) und schauen dem Run der Shuttlefahrzeuge zu. Auch hier, nicht nur im Flieger, sieht man die drei Kategorien...  eingezwängt auf offener Ladefläche stehend = Economy; im offenen Safariwagen sitzend = Business Class; im geschlossenen Papamobil = 1. Class.

 

Nachdem wir gesättigt sind, fahren wir die paar Meter weiter bis zum Parkplatz des Sossusvlei. Nahezu im Minutentakt spucken die Shuttlebusse Fahrgäste aus. Der Run auf die Big Mama Düne beginnt. Wie die Ameisen, dicht an dicht, kriecht eine Gruppe wohl-(safari)behüteter Touris die Sanddüne hoch. Unsere Truppe zieht ebenfalls los. Da ich diesen Massentrubel nicht mag, schaue ich  mir das Geschehen lieber von einer anderen Düne an. Hier bei mir ist niemand; ich sitze allein im roten Sand zwischen Narapflanzen, grossen schwarzen Ponerin-Ameisen und herumwuselnden Schwarzkäfern. Die wenigen, weit verbreiteten Büsche und Grasbüschel, sind für die Tiere willkommene Oasen, winzige Inseln in einem Meer aus Sand. Es ist ruhig hier, nur ab und zu schallt fröhliches Lachen von der großen Düne zu mir herüber. Noch immer treffen pausenlos Tourbusse ein und ergiessen kletterlustige Touristen ins Vlei. Nach etwa einer Stunde kommt unsere Truppe gut gelaunt wieder zum Parkplatz zurück.

 

Wir steuern die Düne 45 an, denn der Hauptrun auf diesen Sandberg scheint jetzt vorbei zu sein. Zeitgleich mit uns halten 2 Overlanderbusse und spucken kraxelwütige, laut lamentierende italienische Touristen aus, die auch sogleich in Richtung Düne stürmen. Wir hingegen holen unsere Stühle und Grundnahrungsmittel (Bier, Savanna und Erdnüsse) raus, machen es uns gemütlich und schauen dem bunten Treiben zu. Gegen halb vier starten wir wieder zurück ins Camp. Gestern wurde uns die Site 7 zugeteilt, für unsere 3 Camper etwas eng, da die Äste des mächtigen Baumes doch sehr tief hängen. Auf den Sites 8 und 9 waren jeweils ein Pärchen. Heute sind wir eingekeilt von zwei großen Overlandertruppen. Nein, danke, etwas mehr Ruhe wäre bei diesen heftigen Camppreisen doch angebracht! Wir fragen an der Rezeption nach und bekommen Site 2 zugeteilt.

 

Hier ist es trotz Strassennähe wesentlich ruhiger. Wir richten uns wieder gemütlich ein und geniessen den sternenklaren Abend. Eigentlich wollten wir zum Sonnenuntergang zur Elimdüne fahren, doch die Dünen verblassen alle hinter einem pastellgrauen Schleier. Am frühen Nachmittag setzte wieder Wind ein und der Staub lässt die ganze Gegend milchig erscheinen. Na, wenigstens die Sterne sind noch klar zu erkennen. Gegen 21:00 Uhr packen wir jedoch zusammen, denn der Wind wird heftiger und die Staubkörner brennen in den Augen. Im Laufe der Nacht mutiert der Wind zu einem ausgewachsenen Sturm. Die Camperaufbauten schaukeln kräftig hin und her und wir befürchten, dass ein schwerer Ast auf`s Dach fallen könnte. Auf Dauer wirkt das Schaukeln jedoch einschläfernd und die Angst macht den Träumen Platz.


07.09.10



Rinde eines Köcherbaumes


Quelle des Hauchab-Flusses

Noch immer stürmt es heftig und der Sand sticht auf der Haut. Im Waschhaus ist jemand damit beschäftigt den Sand aus den Räumen zu schaufeln. Kolmannskuppe lässt grüssen! Als wir zurück am Camper sind, sind wir genauso vollgestaubt wie vor dem Duschen. Was soll`s! Gleich gegenüber im neuen Oasis Camp kehren wir zum Frühstücken ein. Das Camp hat zwar (noch) keine schattenspendenden Bäume, jedoch hat jeder Platz seine eigene Lapa und einen eigenen Sanitärbereich. Der Shop ist sehr gut sortiert, Tankstelle und ATM sind vorhanden – was will man mehr! Eine echte Alternative zum Sesriem Camp.

 

Satt und zufrieden starten wir zum Hauchabfontein Camp. Auf der Farm sieht es sehr brasselig aus, doch die Campsites sind schön und sauber angelegt. Wir machen die Farmrundfahrt zum geheimen Köcherbaumwald. Zu blöde, dass wir nicht vorher nach dem Preis gefragt haben, o.k., Dummheit muss bestraft werden. Herr Förster nimmt 200,-N$ pro Person, wir sind zu sechst, 1.200,- N$ sind eindeutig zu viel für diese Tour und ehrlich gesagt habe ich mir den geheimen Köcherbaumwald doch schöner vorgestellt.

 

Da gefällt mir der bekanntere in Keetmanshoop doch besser! Aber die Ansichten sind zum Glück unterschiedlich und jeder soll selbst entscheiden, was ihm wie gut gefällt. Dafür sind die Quellen des Tsauchab Rivers wunderbar. Glasklares, tiefes Wasser, was man hier in dieser trockenen Umgebung gar nicht erwarten würde. Noch lange Zeit sitzen wir dort und lassen die Beine ins Wasser baumeln. Am Abend grillen wir unser letztes Oryxfleisch und spielen och eine runde Karten.


08.09.2010

Unser heutiges Tagesziel ist der Lake Oanob bei Rehoboth. Die C24 ist eher öde, die Pad jedoch gut. Stop! Was war das? Da liegt eine Schlange auf der Strasse. Wir halten. Es ist ein trauriger Anblick. Vermutlich hat der LKW-Fahrer vor uns die Kapkobra seitlich erwischt. Das arme Tier ringt mit dem Tode. Blut kommt schwallartig aus ihrem Maul. Sie kann nur noch den hinteren Teil ihres Körpers bewegen. Alles, was vor der Wunde ist, ist gelähmt. Sie hat Angst, möchte fliehen, öffnet und schliesst nur noch langsam das Maul. Mir ist zum Heulen zumute, so sehr tut mir diese arme Kreatur leid. Aber wir können ihr nicht helfen, deshalb fahren wir ihr schweren Herzens über den Kopf, damit ihr Leiden ein Ende hat. Ein schwacher Trost bleibt. Ihr Körper wird noch einen Greifvogel satt machen.

 

Am Lake Oanob angekommen verstauen wir zuerst unsere Sachen wieder in die Reisetaschen, denn heute ist unsere letzte Nacht im Camper. Morgen übernachten wir, wie immer die letzte Nacht, in der Pension Steiner in Windhoek.


09.09.10



Bauern aufeinem Eselkarren

Gegen 10:30 sind wir wieder bei African Tracks und übergeben unsere Fahrzeuge. Als Valerie erfährt, dass unser Camper fast ausgebrannt wäre, ist sie sichtlich erschrocken. So etwas wäre noch nie passiert! Ich stelle mir bildlich vor, wie wir ihr nur noch das Lenkrad überreichen, alles andere ist Schutt und Asche und muss grinsen... Aber zum Glück ist ja nicht allzu viel passiert. Valerie entschädigt uns angemessen und so freuen wir uns noch mehr auf den kommenden Februar, wenn wir wieder sagen können: „Hallo Valerie, da sind wir wieder...“

 

Wie üblich schlendern wir den Rest des Tages noch etwas durch Windhoek, essen einen leckeren Salat im Zoo Cafe – jetzt Balalaika – und verbringen den letzten Abend in Joe`s Beerhouse.


10./11. 09.10

Da unser Flieger erst heute Abend startet, machen wir noch ein paar abschliessende Besorgungen in der Stadt und relaxen dann am Pool der Pension. Pünktlich um 16:30 werden wir von Joshua von African Tracks abgeholt und zum Flughafen gebracht. Alles klappt problemlos, der Flieger startet pünktlich und 10 Stunden später setzt er hart auf die Frankfurter Landebahn auf - Treffer und versenkt! Dieses mal sind wir nicht so wehmütig, denn in 5 Monaten stehen wir wieder hier in Frankfurt am Schalter der Air Namibia.

3 Stunden später, am Göttinger Hauptbahnhof, verabschieden wir uns herzlich von Dagmar, Winfried, Hansi und Bärbel und nehmen für den kurzen Rest der Reise unser eigenes Auto.

Wieder einmal haben wir zusammen 3 wunderschöne Wochen verbracht, an die wir noch lange denken werden.

 

Pascalinah

 


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