27/06 2015:
Schottland - Eine Liebe



Grassmarket in Edinburgh


on the road // highlands


Balmoral Castle // Das Ferienhaus der Queen


Immer schön rechts halten


Gartenpracht in Balmoral


Leuchtturm von Portmahomack


The Factor's House


Badezimmer im Factor's House


spricht für sich

Liebe Leserinnen und Leser,

 

ich weiß nicht wieso, aber seit dem ich das erste Mal in Großbritannien gewesen bin -damals war es Südengland - wollte ich eigentlich nirgendwo anders mehr hin. Es bedarf schon einer großen Überredungskraft, mich für ein anderes Urlaubsziel zu begeistern. Zum Glück gibt es viele verschiedene Ecken auf der Insel, die alle erkundet werden wollen.

 

Letztes Jahr ging die Reise nach Schottland. Das war bereits der zweite Besuch in diesem rauen, aber wunderschönen und gastfreundlichen Land.

 

Die Wahl fiel auf eine kleine Pension, The Factor‘s House von Fiona und Graham (www.thefactorshouse.com), im Ort Cromarty. Dieses niedliche Fischerdorf liegt auf der Black Isle, zwischen dem Beauly- und dem Cromarty Firth, in der Nähe der Stadt Inverness.

 

Wir kamen abends an. Unsere Gastgeber wollten uns nicht hungrig wissen und haben freundlicher weise einen Tisch für uns im Bistro Sutor Creek reserviert. Dort werden hauptsächlich Fisch, Pizza und lokale Spezialitäten serviert. Der Laden war bis auf den letzten Platz gefüllt, das Essen schmeckte ganz fabelhaft. Obwohl wir gerne Verschiedenes ausprobieren, haben wie ein paar Tage später noch einmal dort gespeist. Niemand braucht Angst haben, es gäbe nur black pudding und haggis! Es lässt sich wirklich wunderbar schlemmen, in ganz Großbritannien.

 

Das Frühstück im Factor‘s House ist einfach göttlich. Fiona macht fast alles selbst. Es gibt Muffins, Cookies, Marmeladen, Müsli, Obst und natürlich auch Warmes, inklusive dem „full scottish“. Wir versuchten fast jeden Tag etwas anderes. Am fünften Tag sagte Graham, der sich immer sehr freundlich um uns kümmerte, dass Fiona sich etwas Neues ausgedacht hat, damit wir nicht immer das gleiche essen müssen. Das war zwar nicht nötig, aber sehr lieb und um sie nicht zu enttäuschen, haben wir die neuen Ei-Varianten probiert. Mir persönlich haben es die Pancakes ganz besonders angetan. Am letzten Tag bat ich Fiona um das Rezept, worüber sie sich sehr freute.

 

Wir zählten zu den ersten Gästen bei Fiona und Graham, sie hatten ihre Pension erst ein paar Wochen vorher eröffnet. Die Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet und die beiden sind wirklich super Gastgeber. Wir haben uns so gut aufgehoben gefühlt. Wenn wir nachmittags nach Hause kamen, wurde uns ein Tee oder auch andere „drinks“ angeboten. Whisky gab es natürlich auch. Schließlich befindet man sich in Schottland! Da konnte man sich gar selbst dran bedienen. Wussten wir morgens noch nicht, was wir unternehmen wollten, hatten Sie immer Tipps parat oder haben für uns recherchiert. Als unsere Zeit dort zu Ende war und wir weiter fahren mussten, war ich richtig traurig. Da wäre ich sehr gerne noch länger geblieben.

 

Natürlich, wenn man in Schottland ist, steht auch der ein oder andere Besuch in einer Destillerie auf dem Programm. Irgendwie sind alle ähnlich, aber jede hat ihr „special“.  Die eine ist die kleinste, die andere ist die größte, die am höchsten gelegenste und und und. Besonders gut hat uns die Edradour Distillery in der Nähe von Pitlochry gefallen. Dort wird alles von Hand gemacht und die Führung war super. Eine tolle Erfahrung haben wir bei der Cardhu Distillery gemacht. Die Fahrt dorthin führte über recht kleine Straßen, war jedoch die reinste Freude, weil die Landschaft so herrlich ist. Als wir ankamen, war aber leider schon geschlossen. Auf dem Weg zurück zum Auto trafen wir auf Buzz. Und Buzz hatte den Auftrag von seinem Chef, Besucher auch außerhalb der Öffnungszeiten durch die Destillerie zu führen. Denn, wenn die Leute diese lange Fahrt auf sich nehmen, sollen sie nicht enttäuscht sein und eine schlechte Erinnerung mit nach Hause nehmen. Das nenne ich mal Kundenfreundlichkeit! Wir bekamen also eine private Führung und konnten unser Glück kaum fassen.

 

Der ein oder andere hat vielleicht Bedenken wegen des Wetters. So schlimm ist es aber nicht. Für gewöhnlich schauert es kurz und die Sonne kommt wieder. Dass es mal einen kompletten Tag regnet, ist recht selten. Eine Regenjacke würde ich trotzdem auf allen Wegen empfehlen.

 

Schottland ist prädestiniert für Outdoor-Fans. Es gibt so viele Möglichkeiten. Von reiten bis kayaking wird alles angeboten. Ich glaube, die Schotten selbst sind gerne draußen und achten sehr gut auf ihre Umwelt. Es gibt unzählige Wanderwege für lange und kurze Strecken. Ich muss leider gestehen, dass ich nicht gerade ein Bewegungsjunkie bin. Aber selbst für mich waren machbare Stecken dabei.

 

Natürlich sind wir viel draußen gewesen. Ein ganz besonderes Highlight kann man am Chanonry Point erleben. Dort tummeln sich zu den Gezeitenwechsel allerhand Lachse. Diesen Lachsen ist es zu verdanken, dass sich dort auch die seltenen Flaschenkopfdelfine aufhalten. Man kann sie von Land aus bewundern, sie sind nur einen Steinwurf entfernt. Einfach irre. Wir konnten uns gar nicht satt daran sehen.

 

Die Lachse sind schon sonderbare Wesen. Um an ihre Laichplätze zu gelangen, verlassen sie das Meer, schwimmen stromaufwärts und müssen manchmal auch den ein oder anderen Wasserfall überwinden. Rückwärts wohlgemerkt! Dieses manchmal aussichtslose Spektakel wollten wir uns nicht entgehen lassen. Mit ein wenig Geduld haben wir sogar ein paar Fotos machen können.

 

Leider spielen wir kein Golf. Schottland ist ein wahres Mekka für Golfer. Fast in jedem Ort gibt es Plätze in einer herrlichen Landschaft. In Dornoch gibt es zum Beispiel einen Kurs direkt am Meer, der sehr beliebt ist.

 

Die Briten legen sehr viel Wert darauf, ihr kulturelles Erbe zu bewahren. Es gibt daher auch sehr viele Burgen, Schlösser und Kloster, die man besichtigen kann. Meistens schließt sich ein wunderbarer Garten an. Wenn man sich so etwas gern ansieht, so wie wir, sollte man darüber nachdenken, in den National Trust einzutreten. Man bekommt mit der Mitgliedschaft Vergünstigungen oder kann gar umsonst Attraktionen besichtigen.

 

Zuletzt waren wir noch zwei Tage in Edinburgh, um uns das Military Tattoo anzusehen. Außerdem hatten wir Glück und das berühmte Finge-Festival fand gerade statt. Dieses Festival ermöglicht Studenten und jungen Künstlern, ihre Kunstfertigkeiten zu präsentieren und unter Umständen berühmt zu werden. Auf der Royal Mall wird Werbung für die vielen Veranstaltungen gemacht. Ein großes, buntes Durcheinander!

 

Das Tattoo war einfach toll.  Viele Mitglieder des (ehemaligen) Commonwealth senden Musiker und Tänzer nach Edinburgh, um hieran teilzunehmen. Ein farbenfrohes, lautes Spektakel vor der traumhaften Kulisse des Edinburgh Castles. Karten zu bekommen, ist nicht ganz einfach. Bei den Briten ist das Tattoo sehr beliebt. Die meisten kommen jedes Jahr wieder. Wir hatten schon sehr früh Karten bestellt und das war gut so. Denn das gesamte Festival war bereits bis auf den letzten Platz ausverkauft.

 

Zum Schluss will ich noch erwähnen, dass wir nur acht Tage in Schottland waren. Der „Erholungsfaktor“ lag aber bei zwei Wochen. Bereits am zweiten Tag waren die Akkus wieder voll.

Herzlichst Ihre Eva Sindram





Unser Zimmer im Factor's House


Glen Affric


Glen Affric


irgendwo am Straßenrand


vor Cromarty


Cromarty


Sutor Creek in Cromarty


Dunrobin Castle // home of the Sutherlands


Im Garten von Dunrobin Castle // Fuchsienzucht


Clynelish Distillery


Flaschenkopfdelfine am Chanonry Point


Cawdor Castle


highland cattle


irgendwo im nirgendwo


Die Lachse springen an den Rogie Falls


Edradour Distillery


Edinburgh


Edinburgh


Fringe Festival // Die Jungs machen Werbung für ihre Show


Holyrood Palace // offizieller Sitz der Royals in Edinburgh


The Military Tattoo


The Military Tattoo


The Military Tattoo


The Military Tattoo


The Military Tattoo


The Military Tattoo // Edinburgh Castle




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