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01/12 2016:
24 Türen im Harzer Land

Ein Adventskalender des Kirchenkreises Harzer Land

 

(kkhl)  Viele Kirchentüren gibt es im Kirchenkreis Harzer Land. Dahinter verbergen sich Geschichten zu den Kirchen, zum Glauben und vor allem Geschichten über Menschen. Gerade in der Adventszeit stehen diese Türen offen und laden ein zu einer persönlichen Begegnung und einer Besinnung auf das, was uns wirklich wichtig ist.

In diesem Jahr haben wir Pastorinnen, Pastoren und Kirchenvorsteher gebeten, einige Geschichten zusammenzutragen und so einen besonderen Adventskalender erstellt, der zeigt, wie vielfältig der Kirchenkreis ist. Jede Tür ist anders und so kann auch jeder Weg zur Weihnachtsbotschaft ein anderer sein.





Tür 1


Tür 2


Tür 3


Tür 4


Tür 5


Tür 6


Tür 7


Tür 8


Tür 9


Tür 10


Tür 11


Tür 12




Tür 13


Tür 14


Tür 15


Tür 16


Tür 17


Tür 18


Tür 19


Tür 20


Tür 21


Tür 22


Tür 23


Tür 24



24/12 2016:
Tür 24: Marienaltar in Osterode



Bei jedem Adventskalender ist das 24. Türchen am Heiligen Abend immer etwas Besonderes. Eine Art Adventskalender waren auch die 24 Kirchentüren, die seit dem 1. Dezember Tag für Tag veröffentlicht worden sind. Und so gehört es sich, dass auch in dieser Reihe die 24. Tür eine ganz besondere Tür ist.

 

Diese Tür hier ist so besonders, dass man bei einem ersten Blick vielleicht sogar in Zweifel kommen kann, ob es sich dabei überhaupt um eine Tür handelt.

 

Aber es gehört zum Wesen eines Flügelaltars, dass man seine Flügel schließen kann. Das geschieht normalerweise in den „stillen“ Zeiten des Kirchenjahres, in der Passions- oder Fastenzeit und eben auch in der Adventszeit. Der prächtige Schmuck des Altares wird gleichsam hinter Türen weggeschlossen, damit die Kirche ein schlichteres Aussehen erhält.

 

Weil das besonders in der Adventszeit üblich war, hat der Maler Heinrich Heisen diese Türen bemalt. Vier Bilder aus der Weihnachtsgeschichte werden vorgestellt: Die Ankündigung der Geburt, der Besuch bei Elisabeth, die Anbetung der Hirten und die Anbetung der Könige. So konnten sich die Menschen in besonderer Weise auf das Weihnachtsfest vorbereiten.

 

Wenn sich die Türen an Weihnachten öffnen, dann geben sie den Blick frei auf eines der bedeutendsten Kunstwerke der Stadt Osterode: Den Marienaltar des Bildschnitzers Bartold Kastrop in der Marienkirche. 1515 ist dieser Altar fertiggestellt worden. Er ist also im vergangenen Jahr 500 Jahre alt geworden.

 

Im Mittelpunkt steht die Madonna. Sie hat eine Krone auf dem Haupt, steht auf einer Mondsichel und ist von einem großen Strahlenkranz umgeben. Das alles gibt ihr ein prächtiges, goldenes Aussehen. Auch ihr Gewand ist golden. Natürlich ist es zugleich ein Weihnachtsbild. Maria mit dem Kind gehört in dieses besondere Fest.

 

Diese festliche Darstellung macht deutlich: Hier ist etwas Göttliches in die Welt gekommen. Der Glanz Gottes und die Macht Gottes liegen über dieser Mutter mit ihrem Kind. Gott beginnt zu handeln. Und wenn viele Menschen fragen, wo Gott denn sei angesichts des vielen Leides in der Welt, zeigt sich hier die Antwort. Er ist schon da. Maria kann man ansehen, dass er mit seinem Glanz und seiner Macht hinter ihr steht und mit ihr ist. Maria steht exemplarisch für den Menschen überhaupt. Gott steht er hinter jedem Menschen und schenkt ihm damit eine unglaublich große Würde. Und er steht gerade hinter denen, die leiden oder in Sorgen sind. „Darum so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben“.

 

Maria lässt aber auch noch etwas anderes deutlich werden. Wenn Gott handelt, dann handelt er immer auch durch Menschen. Er geht nicht am Menschen vorbei. Er kommt nicht direkt vom Himmel in die Welt, sondern durch den Schoß der Maria. Menschen bekommen die Würde, an seinem rettenden Handeln teilzunehmen.

 

Der Altar des Bartold Kastrup ist ein eindrucksvolles Kunstwerk. Und er bringt den Menschen das weihnachtliche Geschehen ganz nahe.

 

Mit diesem besonderen 24. Türchen wünsche ich Ihnen ein gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest 2016, indem auch Sie ein Stück von Gottes Glanz und Macht spüren mögen, die nun hinter jedem Menschen steht.

 

Ihr Superintendent Volkmar Keil




23/12 2016:
Tür 23: Martinikirche in St. Andreasberg


Die Kirchentür der Martinikirche zu St. Andreasberg ist wohl die "jüngste" im Kirchenkreis Harzer Land. Denn im Zuge der Kirchensanierung wurde sie erst vor einigen Wochen aufgearbeitet und erstrahlt nun wieder in neuem, vollem Glanz.

 

Passend zur schönen Adventszeit im Harz mit den vielfältigen Veranstaltungen, die in St. Andreasberg auf besinnliche Weihnachten einstimmen: Sei es das Turmblasen vom Glockenbergturm nach dem Gottesdienst an allen vier Adventssonntagen oder die bergmännische Weihnacht mit Mitwirkenden aus allen Bereichen der Bergstadt. Sie versprühen einen besonderen Glanz, der nur zu dieser besonderen Zeit im Jahr zu finden ist.

 

Treten Sie ein, jetzt kann Weihnachten kommen!

 

Pastor Walter Merz




22/12 2016:
Tür 22: St. Nicolai in Herzberg


Die Nicolaikirche in Herzberg hat keine schöne Eingangstür. Durch fünf Türen aus allen vier Himmelsrichtungen kann sie betreten werden, von Süden sogar durch zwei, rechts und links vom viel älteren Turm. 1845 wurde die Kirche nördlich des Turmes an ihn herangebaut. Die Tür rechts vom Turm ist der Haupteingang. Schön ist er nicht.

 

Aber wenn die Tür geöffnet wird und die aufgehende Sonne vor dem 4. Advent hineinscheint, dann lässt sich erkennen, was für eine Kirche sich einem öffnet, eine Auferstehungskirche.

 

Das Licht der aufgehenden Sonne am Morgen leuchtet durch die vielen Fenster zu jeder Jahreszeit anders in die Kirche hinein. Gerade in der Winterjahreshälfte, wenn Ihre Strahlen die Prismen der Kronleuchter treffen, verliert sie ihre klassizistische Sachlichkeit an ein farbiges Feuerwerk im Inneren.

 

An Weihnachten macht Gott seine Tür auf  und wir können einen Blick werfen auf eine Welt, so wie er sie sich vorstellt.

 

Pastor Bernhard Sulimma




21/12 2016:
Tür 21: Kreuzkirche in Lindau


Die Türen stehen offen. Die Kreuzkirche in Lindau ist eine verlässlich geöffnete Kirche. Das Signet neben der Tür weist darauf hin. Von Ostern bis Erntedank ist die Kirche, die direkt an der Bundesstraße liegt, jeweils von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr Uhr geöffnet. Bibeln in Deutsch und Englisch sowie ein Gästebuch liegen aus.

 

Die Kreuzkirche wurde 1895 im neogotischen Stil nach Plänen des königlichen Baurats und Konsistorialbaumeisters Conrad Wilhelm Haase erbaut, auf den auch andere Kirchen in der Region zurückgehen, zum Beispiel die Gustav-Adolf-Kirche in Gieboldehausen. Die Kreuzkirche war zunächst eine Kapelle der Kirchengemeinde Katlenburg, bis Lindau im Jahr 1960 eine eigenständige Kirchengemeinde wurde. Heute ist die Kreuzkirche die geistliche Heimat von rund 550 evangelischen Lindauern, die ihre Kirchentüren gerne für alle Interessierten öffnen.

 

Pastor Harald Möhle




20/12 2016:
Tür 20: Christuskapelle in Riefensbeek-Kamschlacken


Dieses Jahr konnten wir am 3. Advent einen Geburtstag feiern: Seit 50 Jahren gehen Menschen durch diese Tür. Kirchengeschichtlich betrachtet handelt es sich um einen Kindergeburtstag und dennoch ist es ein kleines Wunder, dass wir diese Tür immer noch benutzen können: Ohne den Förderverein könnte dieses Gebäude gar nicht mehr als Kapelle genutzt werden!

 

Die Tür weist eine Besonderheit auf: Sie zeigt nach Osten, in die Richtung, die bei Kirchen generell dem Altar vorbehalten ist. Das liegt an der bewusst vorgenommenen Einfügung der Kapelle in die Harzer Berglandschaft. Wie ein Zelt mutet die Kapelle von außen an – eben wie eine Hütte Gottes bei den Menschen. Wer die Tür öffnet und die Kapelle betritt, dem gibt die Fensterfront hinter dem sich im Westen befindenden Altar einen wunderbaren Blick auf das Sösetal frei. So kann man beim Gottesdienst den Blick in Gottes gute Schöpfung genießen.

 

Pastorin Dr. Heidrun Gunkel 




19/12 2016:
Tür 19: St. Antonius-Kirche in Bad Grund


In der St. Antonius-Kirche zu Bad Grund hängt an der linken Chor-Wand ein vielleicht aus dem 17. Jahrhundert stammendes Luther-Bild, das als Attribut einen Schwan zeigt. Diese Darstellung ist für die Zeit, in der das Gemälde entstand, nicht ungewöhnlich und geht auf eine Prophezeiung des tschechische Vorreformator Jan Hus zurück, der 1415 auf dem Konstanzer Konzil als Häretiker verurteilt und verbrannt worden war.

 

Er hat gesagt: „Heute bratet ihr eine Gans („Gans“ heißt auf Tschechisch „Hus“). Nach mir wird ein Schwan kommen, der mein Lied herrlicher weitersingen wird!“ Als diesen „Schwan“ hat man dann Martin Luther angesehen. Der Reformator hat nach einem alten Hymnus das Adventslied „Nun komm, der Heiden Heiland“ geschaffen. Daraus eine Strophe: „Dein Krippen glänzt hell und klar, / die Nacht gibt ein neu Licht dar. / Dunkel muss nicht kommen drein, / der Glaub bleibt immer im Schein (Evangelisches Gesangbuch 4 ,4)“.

 

Pastor Michael Henheik




18/12 2016:
Tür 18: Johannes-Servatius-Kirche in Pöhlde

 

Unsere Kirchentür ist geöffnet. Manchmal auch beide. Für den Einblick. Oder den Durchblick. Um auszuruhen. Um nachzudenken. Mich zu finden. „Kehrt um“ heißt es in der Bibel. Wieder durch die geöffnete Tür. Ein Weg zurück und doch nicht. Mit mehr Durchblick? Oder Einblick? Willkommen. Unsere Kirchentür ist geöffnet.

 

Pastor Andreas Schmidt





17/12 2016:
Tür 17: Liebfrauenkirche in Kalefeld


Seit sechs Jahren hat die Kalefelder Liebfrauenkirche neben dem mühseligen und steilen Aufgang mit Treppenstufen auf der anderen Seite auch einen anderen sanft steigenden komfortablen Weg. Zwei Aufgänge, zwei Zugänge zur Kirche, gibt es auch zwei oder mehr Zugänge zu Gott?

 

Als wir den neuen Eingang einweihten, gab uns ein Baby, das wir an dem Tag getauft haben, eine Antwort: es hieß Elias Balthasar! Welch eine Kombination an Namen! Es kam mir vor, als sollten diese beiden Namen das Programm sein für die beiden Eingänge zur Kirche, vor allem aber für unsere unterschiedlichen Zugänge zu Gott: Balthasar – da schwingt etwas Geheimnisvolles mit, ein bisschen Morgenland, und 1001 Nacht. Auch wenn wir den Namen Balthasar nicht in der Bibel finden, kennen wir ihn aus den Weihnachtsgeschichten. Balthasar, einer der Weisen aus dem Morgenland, nicht Jude und schon lange nicht Christ – die gab es ja noch nicht zur Geburt Jesu, sondern Heide, heidnischen fremdländischen, morgenländischen Glaubens. Er hat einen ganz neuen Zugang zu Gott und irgendwie kommt er an. Er erkennt: da in Bethlehem ist etwas geschehen, das gilt auch mir, der ich bisher mit diesem Volk und Glauben nichts zu tun hatte. Irgendwie hatte dieser Balthasar einen ganz direkten Zugang zu Gott gefunden, ohne die Stufen von Gesetz und Auslegung und Geboten und Regeln und rituellen Waschungen.

 

Was hätte Eliah 900 Jahre zuvor dazu gesagt? Dieser große Prophet – der andere Namensgeber unseres Täuflings von damals, war diesbezüglich alles andere als tolerant, schon sein Name ist Programm „Mein Gott ist der Herr“ so heißt Eliah übersetzt: das ist sein Programm für das er kämpft und streitet, Mein, sein Gott allein ist der Herr, und keine Götter aus dem Morgenland, oder den umherwohnenden Völkern, zu denen die Herrscher Israels sicherheitshalber mitbeteten. Es gibt nur diesen einen Gott für uns – er ist unser einziger Zugang zum Heil, predigt Elija und schließlich kommt zu einem dramatischen Wettstreit zwischen Eliah und den Baalspriestern, in dem sie sich blamieren und Gott der Herr seine Macht zeigt. Am Ende werden die Baalspriester alle getötet – das so genannte Gottesurteil am Karmel, eine grauenhafte Geschichte – und trotzdem mit viel Humor beschrieben. Wir haben nur den einen Zugang zu Gott, so sieht es Eliah.

 

Wir Christen haben nur den einen Zugang zu Gott, Jesus Christus – für uns ist es der richtige Weg zu Gott, nur wie ist es mit anderen Kulturen und Religionen. Wie ist es mit dem Balthasar, der seinen anderen Weg findet? In seinem Namen steckt der, den Eliah so bekämpft Baalthasar - Baal schütze sein Leben, oder später gedeutet als Gott schütze sein Leben. Es hat Jahrhunderte gedauert, bis man festgestellt hat, es gibt nur den einen Gott – und es gibt - Gott sei Dank - mehrere Zugänge zu ihm.

 

Ich wünsche uns in dieser Adventszeit, dass wir von beidem etwas haben, etwas von der Kraft und der Zielstrebigkeit und Zähigkeit des großen Eliah, mit der er daran festgehalten hat: Gott, auch wenn die Stufen in meinem Leben groß und schrecklich hoch sind, ich halte mich fest daran, dass du mir hilfst, dass du bei mir bist. Und etwas von dem anderen, von Balthasar, dass wir uns freuen, wenn es auch andere Zugänge gibt zu Gott: manchmal ganz leicht, ganz einfach ohne Stufen. Erfahren wir miteinander: Es gibt zu Gott keine Hürde, mache dich auf den Weg, einfach so, ohne Stufen und Schwellen ohne Hürden und Hindernisse, so wie du bist fröhlich springend oder nur mühselig gehend.

 

Pastor Rolf Wulkop




16/12 2016:
Tür 16: Paul-Gerhardt-Kirche in Lautenthal


Türen sind Grenzen. Sie trennen. Innen von außen. Die draußen von denen drinnen. Aber sie sind besondere Grenzen. Denn zum Beispiel Mauern kann man nur mit gewaltigen Anstrengungen überwinden – oder mit der unendlichen Geduld des Wartenden, der irgendwann die Mauern von selbst einstürzen sieht. Fenster hingegen schaffen einen Austausch – Licht und Luft. Und manchmal Sorgen sie auch für Begegnung zwischen Menschen. Übers Fenstersims gelehnt bleibt aber trotzdem ein Mauerrest, der trennt.

 

Ganz anders sind Türen. Ich kann sie weit öffnen. Sie lassen Licht und Luft und Menschen herein. Ganz einfach kann ich Menschen herein lassen, mühelos können sie eintreten. Sind sie drin, kann ich sie schließen und es gibt einen Raum mit Geborgenheit und Wärme. Und dennoch können Menschen ebenso mühelos und selbstbestimmt gehen, wann sie möchten. Ohne Anstrengung und das Gefühl von Beengtheit.

 

An Türen kann ich auch Nachrichten und Informationen heften. Martin Luther hat seine Thesen an den Türen der Schlosskirche zu Wittenberg genagelt und damit weltverändernde Situationen angestoßen. Lautenthaler Türen stoßen im Jahr des Reformationsjubiläums Diskussionen aber Veränderungsbedarf in Kirche und Gesellschaft neu an. Dann kann spannend werden.

 

Wieviele Menschen sind schon durch diese Türen der Lautenthaler Paul-Gerhardt-Kirche   gegangen oder getragen von worden am Anfang oder Ende ihres Lebens? Und haben in der Geborgenheit der Kirchenmauern, Kirchenfenster und Kirchentüren ihr Leben angeschaut, im Bewusstsein, dass Gott vielleicht gerade jetzt dabei ist. Und sich Gottes Kraft geholt für Veränderungen, die Not-wendig sind...

 

Schön, wenn jetzt bald wieder am Heilgen Abend viele Menschen durch diese Türen gehen und sich erzählen lassen, wie die Geschichte mit Gott und den Menschen mit dem Jesuskind noch einmal neu Ihren Anfang nimmt. Ich gehe gern durch die Türen. Und Sie?

 

Pastor André Dittmann




15/12 2016:
Tür 15: Kreuzkirche in Osterode


Seit genau 50 Jahren öffnet sich die Tür der Kreuzkirche für alle, die hier Wegweisung und Gemeinschaft suchen. Sie führt in einen kleinen Vorraum, der in der Tradition der Kirchbaukunst „Paradies“ heißt. Hier fällt der Blick auf ein sorgfältig aufgebautes Blumenarrangement und ein Plakat mit der Jahreslosung. 

 

Eine Besonderheit der Kirchentür ist der Türgriff: Er hat die Form eines Engels, der waagerecht schwebt. Seine eine Hand weist zur Erde, die andere himmelwärts. Genau so versteht sich die Kreuzkirchengemeinde.  In den Worten von Wilhelm Raabe klingt das so: „Blick auf zu den Sternen. Hab acht auf die Gassen“. Wie das heute aussehen kann, erfahren wir dann in der Kirche, in unseren Gottesdiensten.

 

Ich wünsche mir, dass mehr Menschen als bisher dieses Angebot wahrnehmen, In unserem Stadtteil, in unserer Stadt. Vielleicht kann diese Tür- Aktion im Harzkurier uns miteinander ins Gespräch bringen, inwiefern unsere Kirchen- Tür und das, was hinter dieser Tür geschieht, als zu wenig offen empfunden wird. Damit wieder mehr Menschen den Weg durch die Kirchentür nehmen mögen. Damit wir wieder spürbar „Salz der Erde“ und „Licht der Welt“ sein können. In unserem Stadtteil, in unserer Stadt.

 

Pastorin Johanna Friedlein




14/12 2016:
Tür 14: Gustav-Adolf-Kirche in Gieboldehausen


Viele, die durch eine der beiden Türen unserer Kirche treten, bleiben zunächst stehen und staunen. Sie staunen über das warme Holz der Bänke, über das Kreuzgewölbe, über die alten goldenen Bildern der Evangelisten auf unserer Kanzel und schließlich über die ganze wärmende Atmosphäre unseres kleinen Kirchleins. Wenn Sie uns zu einen unserer vielen Gottesdienste besuchen, kann es gut sein, dass Sie manchmal mit dreißig, manchmal aber auch rund 70 bis 80 anderen Christen zusammen feiern – je nachdem, wer alles im Gottesdienst mitwirkt, wie präsent ein Gottesdienst in den Familien oder Vereinen ist, oder ob wir einen beleuchteten Gottesdienst feiern. Wir sind stolz darauf unser evangelisches Leben im Eichsfeld, denn wir sind neben der Katholischen Kirche nur die kleine Schwester in unserem Ort. Die Gemeindeglieder sammeln sich in unseren Gottesdiensten nicht nur aus Gieboldehausen sondern auch aus vier weiteren Orten: aus Rollshausen ebenso wie aus Germershausen, Bernshausen oder Wollbrandshausen.

 

Vor rund 150 Jahren, als Gieboldehausen noch zu den Welfen gehörte, haben wir uns im benachbarten Saal des Amtsgerichts versammelt, weil wir noch keine Kirche hatten: im Alltag wurden dort die Verbrecher verurteilt, am Sonntag erklang dort das Evangelium. Wir durften noch nicht einmal unsere Toten auf dem Katholischen Friedhof beisetzen, so dass wir einen eigenen Friedhof erworben haben. Heute ist all das anders: Wir feiern gern mit unseren katholischen Brüdern und Schwestern zusammen und lernen so voneinander, wie Christsein heute geht in unterschiedlichen Konfessionen. Rund 1400 Gemeindeglieder gehören zu uns. Unsere Glocken waren übrigens früher einmal französische Kanonen, heute rufen sie uns zum Frieden und zum Gebet. Unsere Kirche ist tagsüber offen und so mancher hat schon in ihr eine Kerze entzündet, ja sogar manches Paar hat bei uns in unserer kleinen Kirche den Bund fürs Leben geschlossen, weil ihm unsere Kirche so gut gefallen hat. Besuchen Sie uns, wenn Sie möchten. Wenn Sie am Sonnabend- oder Sonntagabend bei uns unterwegs sind, erstrahlt in den Wintermonaten unsere neugotische Kirche sogar in den Farben des Kirchenjahres.

 

Pastor Jens-Arne Edelmann




13/12 2016:
Tür 13: Pauluskirche Bad Lauterberg


Die Kirchentür unserer Pauluskirche ist eine ganz schlichte Holztür. Ohne Verzierungen oder ähnlichem. Sie hat nur eine einzige Stelle, die symbolträchtig ist: das ist der Türgriff. Er ist ein künstlerisch gestalteter Kreis mit einem Kreuz darinnen. Die Kreuzigung und die Auferstehung Jesu sind das Herzstück unseres Glaubens und geschieht zu unserem Heil, zu unserer Rettung.

 

Das Kreuz als ein Zeichen der Liebe Gottes zu uns. Paulus, an dessen Name der Name unserer Kirche angelehnt ist, schreibt dazu in seinem 1. Korintherbrief (Kap. 13,V.13): "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen". Die Adventszeit lädt uns ein: Öffnen wir die Tür zu unserem Herzen und lassen die Liebe Gottes mit der Ankunft seines Sohnes in unsere Herzen kommen!

 

Hierzu passt z.B. auch der 5. Vers von EKG 1 (Macht hoch die Tür): "Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist ..."

 

Pastor Hans-Jürgen Marhenke 




12/12 2016:
Tür 12: Marktkirche Clausthal


Groß und beherrschend steht die blaue Marktkirche zum Heiligen Geist auf dem Clausthaler Marktplatz. Die Bergleute haben sie 1642, also mitten im 30jährigen Krieg, als ihr geistiges Zentrum gebaut.

 

Um hineinzukommen müssen Sie etwas suchen. Wie Tapetentüren sind die in den Holzbeschlag geschnittenen Türen verborgen. Auf der Nordseite, von der Technischen Universität her finden Sie schließlich die Öffnung, ziehen mit Kraft die schwere Holztür auf und treten ein. Auch wenn draußen auf dem Platz die Sonne scheint, bleibt es im Eingangsbereich dämmrig, also eine zweite Tür öffnen, immer noch kein Lichtblick, weitergehen und dann sehen Sie Pracht und Herrlichkeit wie am Weihnachtsabend. Sie gehen unter dem brennenden Dornbusch (2.Mose 3,2 ff) hindurch und stehen vor einer strahlenden Schauwand mit reich geschmücktem Altar, darüber die Orgel mit musizierenden Engeln. Der Weihnachtsengel verkündet uns große Freude, die aller Welt widerfahren wird: Gloria in excelsis Deo.

 

Jedes Jahr am Bergdankfest, 2017 am 25. Februar, feiern hier Bergleute von fern und nah bis heute ihren besonderen Dank-Gottesdienst.

 

Dorothee Austen




11/12 2016:
Tür 11: Marienkirche Osterode


Die Tür ist nur angelehnt, treten Sie ein in die kleinste der alten Osteroder Kirchen. Sie beherbergt seit 500 Jahren einen Altar, der von Advent und Weihnachten erzählt wie kein anderer in der Region.

Die Bilder, vor der Zeit der Reformation entstanden, halten zwar eine mittelalterliche Predigt, und doch – nimmt man sich Zeit - ist es nicht schwer, Menschen von heute vor dem inneren Auge zu sehen.

Eine junge Frau erfährt auf wunderbare Weise, dass sie ein Kind bekommen wird. Sie ist unterwegs zu ihrer Verwandtschaft, die sie freundlich aufnimmt. Doch dann muss sie sich aufmachen, der Staat will es so. In der Fremde wird das Kind in einem ärmlichen Stall geboren. Keiner hatte ihr und ihrem Mann eine Unterkunft geben wollen.

 

Sorgen, Schmerzen und Glück der Geburt folgen, und auf einmal kommen Gäste mit Geschenken, arme und reiche. Sie  wollen das Kind ehren. Unglaublich ist das alles und doch, die Hirten können nicht anders, als loszulaufen und die Botschaft der Geburt weiterzusagen.

Alles Legende?

 

Ja und nein, denn die Geschichten rühren an. Sie malen ein großes farbiges Bild, das Raum hat für Ankündigung und Öffnung, für Aufbruch und Begegnung, für Hören und Staunen, für Suchen und Finden. Wer wie die Hirten und die Sterndeuter damals die Botschaft von der Geburt im Stall weitersagt, der malt mit an diesem großen Weihnachtsbild, das alt und neu zugleich sein kann.

Die Tür der Sankt Marienkirche ist nur angelehnt.

 

Uta Herrmann




10/12 2016:
Tür 10: Kapelle Westerhof


Alle zwei Wochen öffnet sich die Tür der Kapelle in Westerhof und die Gemeinde feiert Gottesdienst. Aber auch für Trauungen wird die hübsche Kapelle gern benutzt. In der Adventszeit treffen sich hier Westerhöfer, um zu singen und Geschichten zu hören.

 

Wie kommt es, dass in Westerhof eine Kapelle steht, obwohl doch Westerhof seit der Christianisierung immer zur Kirchengemeinde Willershausen gehört? In Willershausen – in Sichtweite – war der Pfarrsitz, dort steht die große Kirche, die doch von den Westerhöfern benutzt und mit unterhalten werden musste? Wie kommt es zu dieser Kapelle? Der Heimatforscher Heiko Jäckel forschte zur Baugeschichte und fand heraus, dass es dem Engagements eines Mannes zu verdanken ist:

 

Der damalige Amtmann des Amtes Westerhof, Johannes Balcke, bat darum, dass die Westerhöfer einen eigenen Friedhof haben dürfen, weil die Benutzung des Friedhofs in Willershausen besonders im Winter zu mühsam war. Das wurde genehmigt. Daraufhin bat der Amtmann, eine Friedhofskapelle bauen zu dürfen. Als diese im Jahr 1622 fertiggestellt war, bat er darum, in der Kapelle auch Altar und Kanzel einzubauen. Als auch dieses geschehen war, baten die Westerhöfer ihren Pastor nun auch bei ihnen regelmäßig Gottesdienst zu halten.

 

Der Name des engagierten Amtmanns und seiner Ehefrau ist – mit seitenverkehrten N’s geschrieben – bis heute an der Kanzel zu lesen. Diese Baugeschichte zeigt uns: Wenn Christenmenschen wirklich etwas bewirken wollen und sich dafür einsetzen, wenn sie hartnäckig und klug sind – so können sie in der Kirche und für ihr Dorf sehr viel erreichen. So ist es bis heute geblieben.

 

Pastor Michael Falk




09/12 2016:
Tür 9: St. Michaelis in Lonau


Advent und Weihnachten in Lonau – das ist jedes Jahr ein besonderes Erlebnis. Los geht´s am Abend vor dem 2. Advent, wenn der Lebendige Adventskalender in der Michaeliskirche Station macht und die Kirche nach Punsch und Glühwein duftet. Dann kommt der Heilige Abend mit einem Krippenspiel, das die Kinder der Kinderkirche liebevoll einstudiert haben. Am 2. Weihnachtstag kommen die Trompeter zur stimmungsvollen Lonauer Weihnacht – und wieder ist die Kirche gerammelt voll.

 

Und dann noch eine Lonauer Spezialität zum krönenden Abschluss: Der Lichtmess-Gottesdienst am Sonntag vor dem 2. Februar, wenn die Kirche, nur von Kerzen erleuchtet, noch einmal die zahlreich versammelte Gemeinde in eine fröhlich-gemütliche Weihnachtsstimmung versetzt. Die Türen zur Michaeliskirche – in der Weihnachtszeit öffnet sich dahinter immer wieder eine Welt zum Staunen, zum Hören und zum Beten.

 

Pastor Gerhard Bergner




08/12 2016:
Tür 8: St. Martin in Nienstedt-Förste


Die Kirche in Nienstedt hat mehrere Eingangsportale. Hier ist die Förster Tür abgebildet. Solange die Förster Kapelle stand, mag sie eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Unscheinbar, ohne Inschrift aber der Sonnenseite zugewandt.

 

Seitdem beide Dörfer in die Nienstedter Kirche St. Martin gehen, gibt es den erklärten Förster und Nienstedter Eingang. Entsprechend verteilten sich die Gottesdienstbesucher auch in den Bänken. Als die Landeskirche bei einem breit angelegten Umbau in den achtziger Jahren vorschlug, die Kirche nur von einer Seite zu begehen, haben sich die Förster gegen die Abschaffung ihrer Tür kräftig gewehrt.

 

Dies Portal ist vor allem auch dann eine Wucht, wenn man die Kirche verlässt. Man hat eine schöne Sicht auf den alten Kirchhof. Bei Sonnenschein trifft einen alle Freundlichkeit der Welt. „Und wenn dann noch strahlend ein Förster Brautpaar auf einen wartet, da geht einem das Herz auf.“

 

Pastor Wolfgang Teicke




07/12 2016:
Tür 7: St. Petri in Barbis

In Barbis gibt es seit einigen Jahren die Tradition des Lebendigen Adventskalenders. Am ersten Advent öffnen wir mit einem musikalischen Abendgottesdienst in der St. Petri-Kirche das erste Türchen, und dann geht es weiter von Tür zu Tür, Schritt für Schritt auf Weihnachten zu.

 

So öffnet sich an den Abenden in der Adventszeit von sonntags bis freitags jeweils ein Gartentor, eine Garage oder ein Wintergarten für eine halbe Stunde zu einem gemütlichen Beisammensein mit Liedern, Geschichten, Gedichten, Keksen, Tee und einem Schwätzchen. Jeder, der Lust auf eine besinnliche halbe Stunde hat, ist eingeladen.

 

Pastor Dr. Roman Vielhauer






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