Frauen für Frauen e. V






..... zunächst eine Rechtsform.

 

Als sich 1991 eine Gruppe von Frauen u. a. gebürtig aus Krefeld, Bremerhaven, Hamburg, Köln und last but not least aus dem Landkreis Osterode, somit vorort zusammen fanden, ahnten sie nicht, welch ein gemeinnütziges Unternehmen sie damit gründen werden. Aus einer frauen- und sozialpolitischen Initiative ist inzwischen ein mittlerer sozialer Betrieb gewachsen, der sich stetig weiter entwickelt und im Landkreis mehrere Alleinstellungsmerkmale aufweist, wie z.B. einziges Frauenhaus, einziger im Landkreis verorteter Träger vollstationärer Kinder- und Jugendhilfe.

Diese Energiebündelung, diese Fügung, dieser Geist, der eine Sache in Gang setzt, ist letztlich nicht erklärbar, dennoch kann in diesem Falle davon ausgegangen werde, daß alle 13 beteiligten Gründungsfrauen

  • ein gemeinsames Unrechtsbewusstsein bzgl. der Lage von Kindern und Frauen bei sexueller und häuslicher Gewalt haben,
  • eine frauenparteiliche Perspektive selbstverständlich ist,
  • Arbeits- und Einsatzwille stets da ist,
  • die Bereitschaft Geld und Zeit in eine gemeinsame Sache zu investieren,
  • Durchhaltevermögen und Belastbarkeit und
  • die tiefe Überzeugung Einsatz zeigen zu müssen, da es sonst niemand tut.

 

Seither arbeiten der ehrenamtliche Vorstand, einige der Gründungsfrauen und viele engagierte MitarbeiterInnen eng und konstruktiv zusammen. Als es nötig wurde, setzten sie eine Geschäftsführerin ein. Das markierte den Wendepunkt der Professionalisierung des Trägers, denn durch den steten Zuwachs von Arbeitsbereichen und somit dem Personalzuwachs benötigten und bekamen die  Vorstands- und Vereinsfrauen für die komplexe und umfangreiche Arbeit professionelle Unterstützung. Um der steigenden Nachfrage überhaupt gerecht zu werden, mussten sich die einzelnen Arbeitsbereiche immer mehr differenzieren um die exakten Erfordernisse zu bedienen;

die folgende Reihenfolge der gegenwärtigen Geschäftsbereiche baute sich zeitlich auf:

  • Frauennotruf als Beratungsstelle und zur Krisenintervention
  • Frauenschutzhaus
  • BISS (aufsuchende Sozialarbeit bei häuslicher Gewalt)
  • Mädchenhaus (incl. Inobhutnahmestelle und Wohngruppe zur Verselbständigung)
  • Kinderhaus (incl. Inobhutnahmeplatz)
  • Kinderschutzfachkräfte (§8a SGB VIII)
  • Ambulante Hilfen zur Erziehung
  • Externes Schulungs- und Beschwerdemanagement gegen sexuellen Missbrauch in Institutionen
  • Externe Supervision
  • Interne und externe Weiterbildung

Die  o.g. Bereiche fußen auf der Satzung und haben sich ausserordentlich professionalisiert, dennoch ist die Bedeutung der rein ehrenamtlichen Vereinsarbeit geblieben:

 „Jede/r hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“

      GG Art. 2, Abs. 1

ausdifferenziert heisst das,

 

  • - Unterstützung des Selbstbestimmungsrecht
  • - Schutz vor struktureller Gewalt im häuslichen Bereich
  • - Sozialer Treffpunkt in Frauenräumen mit Bildungs-, Freizeit- und Erhohlungswert
  • - Solidarische Unterstüzung von Frauen und Kindern
  • - Durch Spezialisierung fachliche Entlastung anderer Institutionen
  • - Kompetente Ansprechpartnerinnen für Migrantinnen
  • - Politisches Engagement
  • - Öffentlichkeitsarbeit
  • - Netzwerkarbeit auf Bundesebene, zB Bundeskonferenz gegen Zwangsheirat
  • - Beteiligung an Forschung, Ausbildung und sozialem Wandel

 

(...) Die Ziele und der Zweck der Vereinsarbeit  ergeben sich aus der Satzung, die gerne angefordert werden kann.

Abschließend kann die Arbeit so beschrieben werden, dass sie anonym und vertraulich ist und Kindern/Jugendlichen wird ein maximales Mitspracherecht eingeräumt. Da die Arbeit einen hohen gemeinnützigen Wert hat, wird weder Konkurrenz noch Ausgrenzung akzeptiert.

Ziel und Ausgangspunkt der Arbeit besteht darin, zu derzeitigen Strukturen und (Abwicklungs-) Verfahren bei der Problematik von sexueller und häuslicher Gewalt Alternativen zu entwickeln und anzubieten.

Das allgemeine Vereinsinteresse gilt der Innovation, der Unabhängigkeit und der positiven Entwicklung als individueller Prozess von Kindern und Frauen.

Sie ist aktiver Bestandteil der europäischen Frauenbewegung und orientiert sich sowohl an wissenschaftlich fundierten Ergebnissen der Gender-, Präventions- und Kriminologischen Forschung  als auch den Sozialwissenschaften.







Verein Frauen für Frauen e.V.

Am Schilde 29

37520 Osterode

 

Telefon & Fax: 05522-4668

E-Mail: frauenfuerfrauen-osterode@t-online.de



Das Mädchenhausteam Frauen für Frauen e.V.






Das Kinderhausteam






Ambulante Hilfen






Frauennotruf / BISS






Bürokräfte






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