Landkreis Göttingen

 

Informationen des Landkreises Göttingen für die Öffentlichkeit. Anzeigedauer: bis zu 4 Wochen.



28/02 2017:
Geflügelpest bei Wildvogel im Landkreis Göttingen

Keine landkreisweite Stallpflicht

 

(v) Ein in der Gemeinde Staufenberg tot aufgefundener Graureiher ist an Geflügelpest verendet. Damit ist nun erstmals auch der Landkreis Göttingen betroffen. Eine landkreisweite Stallpflicht wird nicht angeordnet. Aufgrund der Gefahr der Einschleppung des gegenwärtig kursierenden Geflügelpestvirus H5N8 in Hausgeflügelbestände sind jedoch alle Geflügelhalter aufgerufen, jedes Risiko zu minimieren.

 

Da das Geflügelpestvirus mit dem Kot infizierter Vögel ausgeschieden wird, besteht darüber eine besonders hohe Verschleppungsgefahr. Dieser soll mit den sogenannten Biosicherheitsmaßnahmen begegnet werden. Hierzu gehört, dass bei der Freilandhaltung von Geflügel sichergestellt ist, dass Geflügel nur an Stellen gefüttert wird, die nicht für Wildvögel zugänglich sind. Das Geflügel darf nicht mit Oberflächenwasser getränkt werden, zu dem Wildvögel Zugang haben. Außerdem müssen Futter und Einstreu so gelagert werden, dass es für Wildvögel nicht zugänglich ist. Gleiches gilt auch für Gegenstände wie z. B. Mistgabeln, Eimer und dergleichen, mit denen das gehaltene Geflügel in Berührung kommen kann. Dies ist sehr wichtig, da Ausscheidungen infizierter Wildvögel zur Verbreitung des Geflügelpestvirus beitragen können. Darüber hinaus sollte jeglicher Personenkontakt mit dem Geflügel, den Ausläufen und Stallungen möglichst geringgehalten werden, um Virus-Verschleppungen z. B. über Schuhwerk zu vermeiden.

 

 

Auch für Kleinstbetriebe und Hobbyhaltungen gelten die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen:

  • Ein- und Ausgänge zu den Ställen oder sonstigen Standorte des Geflügels sind gegen unbefugten Zutritt oder unbefugtes Befahren zu sichern.

  • Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels dürfen von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden. Die Schutz- undEinwegkleidung ist nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standorts des Geflügels unverzüglich abzulegen.

  • Nach Gebrauch muss Schutzkleidung unverzüglich gereinigt und desinfiziert werden, Einwegkleidung ist nach Gebrauch unverzüglich unschädlich zu beseitigen (Restmüll).

  • Es müssen Einrichtung zum Waschen der Hände sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe vorgehalten werden.

 

Auch von Hobby- und sonstigen kleinen Geflügelhaltungen ist ein Bestandsregister zu führen, in dem Name und Anschrift des Tierhalters mit der zugehörigen Betriebsregistriernummer, Anzahl der durchschnittlich im Jahr gehaltenen Tiere , die Nutzungsart und der Standort einzutragen sind. Zu- und Abgänge sind zu dokumentieren mit Anzahl, Art, ggf. Transporteur, bisherigem und neuem Halter. Sollten Tiere verenden, ist dies mit der Anzahl und Datum zu vermerken.

 

Bei erhöhten Verlusten unter Hausgeflügel, auch bei auffälligem Rückgang der Legeleistung oder der Gewichtszunahme, ist der Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz für den Landkreis und die Stadt Göttingen zu informieren, Telefon 0551 525-2493.

Auch Wildvogel-Totfunde sollten gemeldet werden, insbesondere wenn es sich um Wasserwildvögel oder aasfressende Wildvögel wie Bussarde handelt.

 

Das laufende und bisher umfangreichste bekannte Geflügelpestgeschehen in Deutschland begann Anfang November 2016. Es hat inzwischen praktisch alle Bundesländer erfasst und ist auch in zahlreichen Staaten in Europa aktiv. In Deutschland haben die Geflügelpestfälle bei Wildvögeln – über 700 – ein bisher nicht gekanntes Ausmaß angenommen.




24/02 2017:
Kreistag verabschiedet Ersten Kreisrat Gero Geißlreiter



„Er hat den Fusionsprozess maßgeblich und konstruktiv mit gestaltet“: Bei der Verabschiedung des Ersten Kreisrats Gero Geißlreiter (l.) würdigt Landrat Reuter im Kreistag dessen Verdienste um den Landkreis Osterode am Harz und den neuen Landkreis Göttingen
Foto: Landkreis Göttingen

Landrat Reuter würdigt Verdienste und Beitrag zur Fusion

 

Der frühere Erste Kreisrat Gero Geißlreiter wurde in der Sitzung des Kreistags am gestrigen Mittwoch, 22.02.2017, verabschiedet. Die Amtszeit des Wahlbeamten war am 31.12.2016 abgelaufen. „Gero Geißlreiter hat sich bleibende Verdienste um den Landkreis Osterode und den neuen Landkreises Göttingen erworben“, sagte Landrat Bernhard Reuter.

 

Insbesondere die für Osterode schwierige Zeit ohne direktgewählten Landrat seit November 2011 sei maßgeblich durch das Engagement Geißlreiters bewältigt worden, führte der Landrat aus: „Gero Geißlreiter übernahm die Aufgaben des Landrats und wurde so auch zu einem der Väter des neuen Landkreises. Er hat den Fusionsprozess maßgeblich und konstruktiv mit gestaltet. Dafür und für seinen langjährigen Einsatz für die Kreisverwaltung gilt ihm unser besonderer Dank.“

 

Gero Geißlreiter war 16 Jahre lang Erster Kreisrat in Osterode am Harz und anschließend in Göttingen. Er wurde vom Osteroder Kreistag erstmals am 16.10.2000 in das Amt gewählt und trat es am 01.01.2001 für die Dauer von acht Jahren an. Zeitgleich wurde ihm die Funktion des allgemeinen Vertreters des Landrats übertragen. Im Februar 2008 wurde Gero Geißlreiter für weitere acht Jahre wiedergewählt.

 

Ab 01.11.2011 übernahm er in Vertretung die Aufgaben des unbesetzten Amtes des Landrats. Nach dem Beschluss des Osteroder Kreistags für die Fusion mit dem Landkreis Göttingen im März 2013 verhandelte Gero Geißlreiter an entscheidender Stelle über die Bildung des neuen Landkreises Göttingen. „Er hat die Osteroder Interessen wirkungsvoll, konstruktiv und mit Sinn für das gemeinsame Ziel vertreten“, berichtete Landrat Reuter.

 

Nach Bildung des neuen Landkreises zum 01.11.2016 übernahm Gero Geißlreiter das Amt eines Ersten Kreisrats der neuen Kreisverwaltung. Ihm wurden Aufgaben zur besonderen Verwendung übertragen. Seine Amtszeit lief am 31.12.2016 aus.






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