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Der Nachfahre von Roland Lange

 

Der Nachfahre - ein Leben im Schatten des Lichtensteins

Verlag Jörg Mitzkat, 2008

176 Seiten, gebunden

mit 15 s/w-Illustrationen von Ferdinand Leja

ISBN 978-3-9407551-10-2

14,80 €


Eine Reise aus der Erinnerung in die Fantasie

Es ist alles andere als trockener Geschichtsunterricht, den man in Roland Langes neuestem Werk „Der Nachfahre – Ein Leben im Schatten des Lichtensteins“ zu lesen bekommt. Vielmehr begibt man sich über 176 Seiten auf eine fantasievolle, mit Spannung gewürzte Reise in die Vergangenheit, die beim Zuschlagen des Buches auf eine Fortsetzung hoffen lässt

Auf den ersten 51 Seiten des Buches erfahre nicht nur ich als „Zugezogene“ viel über den Lichtenstein, der seit Jahrhunderten – oder doch schon seit Jahrtausenden? – „gefühltes und umstrittenes Eigentum“ der Förster, Nienstedter und Dorster Bürger ist. Sicher werden auch viele Alteingesessene ihre Aha-Erlebnisse haben. Mit Hilfe von Manfred Huchthausen, einem der beiden engsten  Nachfahren der Menschen, die dort in der Bronzezeit lebten und starben, und dem Kreisarchäologen Dr. Stefan Flindt wird in Langes Buch die Vergangenheit lebendig, verstauben Entdeckungen und Erinnerungen nicht zwischen den Zeilen, sondern machen neugierig.

Man erfährt, was Technik und Wissenschaft der heutigen Zeit dem Gestern entlocken können und man erlebt, wie es Roland Lange gelingt, zwischen dem zeitlich weit entfernten Damals und dem Heute eine Brücke zu schlagen, die vermutlich auch den letzten Zweifler trägt, wobei die einfühlsamen Zeichnungen von Ferdinand Leja das so wichtige Brückengeländer bilden. Und am Ende steht fest, dass sich innerhalb von 3 000 Jahren gar nicht so viel geändert hat. Es gibt auch heute noch Familien, die Nachrichtenübermittlung klappt oftmals auch ohne Telefon, Computer oder Post von Haus zu Haus, gehandelt wird heute ebenso und die Vorurteile sind auch nicht ausgestorben – ebenso wenig die Neugier – zum Beispiel auf die etwaige Fortsetzungsgeschichte.

 

Petra Bordfeld